Auf einem der Wagen lässt sich eine gutgläubige Männerfigur mit schwarz-rot-goldener Mütze von einer blauen Schlange mit pfeilspitzer roter Zunge hypnotisieren. Das Motiv greift die Umfragehochs der AfD auf und trägt den Schriftzug: "Mer dun et weil mer blauäugig sin."
Ein weiterer Wagen zeigt US-Präsident Donald Trump, dessen entblößter Hintern mit zahlreichen roten Lippenabdrücken bedeckt ist. Die Küsse sind unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem Weltfußballverband Fifa und der Nato zugeordnet. Dabei trägt der Wagen die Aufschrift: "Mer dun et för de jode Geschmack".
Bei den Wagen sei "Vielfalt genauso wichtig wie Aktualität und Relevanz", erklärte Zugleiter Marc Michelske. "Wir wollen auch nicht nur mahnen und anklagen." Einige der Wagen würden auch "Wertschätzung und Dankbarkeit" ausdrücken, betonte Michelske.
Das Sessionsmotto "ALAAF – Mer dun et för Kölle" soll sich demnach als roter Faden durch alle Wagen ziehen. Mit dem Motto zielt das Festkomitee nach eigenen Angaben darauf, den Fokus auf die rund 200.000 Menschen zu richten, die sich in Köln ehrenamtlich engeagieren.
Der Straßenkarneval wird traditionell an Weiberfastnacht am 12. Februar eingeläutet. Danach strebt die Session ihrem Höhepunkt zu - den Rosenmontagszügen am 16. Februar. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei - und die Karnevalisten müssen bis zum 11. November warten, wenn die nächste Session beginnt.