Ausfließendes Öl legt Schiffsverkehr in Hafen von Antwerpen größtenteils lahm

Schelde-Ufer am Hafeneingang von Antwerpen
Schelde-Ufer am Hafeneingang von Antwerpen
© AFP

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Ausfließendes Öl hat den Schiffsverkehr an Europas zweitgrößtem Container-Hafen Antwerpen am Freitag stundenlang lahmgelegt. Bei der Betankung eines Schiffes am Deurganck-Dock lief Öl aus, das sich trotz Reinigungs- und Eindämmungsmaßnahmen über Nacht weiter ausgebreitete, wie der Hafenbetreiber mitteilte. Der Hafenzugang zur Nordsee konnte am Nachmittag wieder freigegeben werden - dennoch kam es weiter zu "erheblichen Störungen" im Schiffsverkehr.

Das betroffene Dock blieb zunächst ebenso gesperrt wie der Europaterminal und eine Schleuse, die den östlichen Hafenabschnitt mit dem Fluss Schelde verbindet, wie der Betreiber weiter mitteilte. Spezialschiffe seien nach wie vor mit der Beseitigung des Öls beschäftigt. Gemeinsam mit dem Katastrophenschutz und weiteren Behörden werde die mögliche Auswirkung auf die Flussufer und angrenzende Naturräume überwacht, hieß es weiter. Es blieb zunächst unklar, wie viel Öl bei dem Vorfall in den Fluss gelangte.

Örtliche Medien berichteten, das Öl sei bei der Betankung des Containerschiffs "MSC Denmark VI" ausgelaufen. Die Schweizer Reederei MSC bestätigte, dass das Schiff in den Vorfall verwickelt sei, wollte aber keine weiteren Angaben machen. 

Der Hafen von Antwerpen liegt an der Mündung der Schelde in die Nordsee. Der Fluss war wegen der Ölteppiche im Hafengebiet zunächst komplett gesperrt worden und somit auch der Hauptzugang von der Nordsee zum Hafen. "Wir hoffen, dass der Hafen in 24 Stunden wieder voll funktionsfähig sein wird", sagte gegen Mittag ein Hafensprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Im Deurganck-Dock befinden sich zwei der wichtigsten Containerterminals des Hafens. Es wird von einigen der größten Schiffe der Welt zum Be- und Entladen von Gütern genutzt. 

Am Hafen von Antwerpen wurden 2024 nach Angaben des Betreibers rund 278 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen. Damit steht Antwerpen nach Rotterdam an zweiter Stelle in Europa

AFP