Auch im Leipziger Auenwald stellten Polizisten am Sonntag zwei Tatverdächtige im Alter von 24 und 27 Jahren mit gut 44 Kilogramm Bärlauchzwiebeln. In beiden Fällen wurden die Pflanzenwurzeln beschlagnahmt und vernichtet. Es wird wegen des gewerbsmäßigen Diebstahls und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt.
In Sachsen, aber auch anderswo werden während der Bärlauchsaison regelmäßig Täter gefasst, die Großmengen des Gewächses ernten oder noch vor dem Sprießen die Knollen ausgraben.
Der im Frühjahr wachsende Bärlauch ist im Leipziger Auwald und im Umland weit verbreitet. Das Gewächs mit dem typischen knoblauchähnlichen Geruch wird gern etwa für Pesto oder Salat gesammelt. Nach dem Sächsischen Waldgesetz darf allerdings jeder nur eine kleine Menge in der Größe eines Handstraußes für den Eigenbedarf ernten.
Wer den wilden Knoblauch in größeren Mengen und für gewerbliche Zwecke sammeln will, braucht eine Genehmigung der Waldbesitzer oder der Naturschutzbehörde. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln gänzlich verboten.