Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben am frühen Morgen wegen einer Rauchentwicklung zu dem Schloss alarmiert worden. Da sich schnell und massiv Flammen ausbreiteten, mussten die Löscharbeiten im Gebäudeinnern abgebrochen werden. Kurze Zeit später stand bereits der komplette Dachstuhl im Vollbrand. Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Der Dachstuhl musste aufgrund tiefliegender Brandnester abgetragen werden. Eine Einschätzung des gesamten Schadensausmaßes war zunächst nicht möglich, wie es von der Stadt hieß. Das Technische Hilfswerk sollte vor Ort die Struktur des Gebäudes auf mögliche Gefahren hin prüfen.
Durch den Brand am Freitagmorgen kam es laut Mitteilung der Stadt auch zu einer "extremen Rauchentwicklung", weshalb die Bevölkerung wegen starker Geruchsbelästigung gewarnt wurde. Eine Gesundheitsgefahr habe jedoch nicht bestanden, hieß es.
Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka (CDU) äußerte sich betroffen über den Brand. "Wir waren vor ein paar Tagen noch drin", sagte Lukrafka dem Westdeutschen Rundfunk. "Man konnte es schon spüren, wie es werden wird." In etwa einem Jahr habe die Eröffnung stattfinden sollen. "Jetzt sieht man, was daraus geworden ist innerhalb kürzester Zeit nach dem Brand", sagte Lukrafka.
Schloss Hardenberg gilt nach Angaben der Stadt als ältestes kulturell genutztes Baudenkmal im Kreis Mettmann. Die frühere Verteidigungsanlage wurde 1354 erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloss sollte bis 2026 zu einem Naturerlebniszentrum umgebaut werden.