Die FDP war im vergangenen Jahr aus dem Bundestag und im März aus den Landtagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeschieden. Nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen hatte Parteichef Christian Dürr seinen Rücktritt erklärt. Der frühere Bundestagsvizepräsident und aktuelle stellvertretende FDP-Chef Kubicki kündigte seinerseits an, beim Parteitag für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne, ebenfalls Vize-Parteichef, kandidiert auch.
Kubicki sei "den Bürgerinnen und Bürgern bekannt, spricht eine klare Sprache und ist der beste Kandidat, um abgewanderte bürgerlich-liberal orientierte Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen", fuhr Lieb fort. An Kubickis Kandidatur scheiden sich gleichwohl die Geister. Zwar ist er eines der bekanntesten verbleibenden Gesichter der Partei, er steht jedoch kaum für den von vielen geforderten Neuanfang nach den vergangenen Wahlniederlagen.