Der Polizei zufolge durchsuchten die Täter drei Apartements in dem Wohnhaus und stahlen zwei Handys, bevor sie in einem Fahrzeug flüchteten. Anschließend drangen sie in dem rund 20 Kilometer entfernten Ort Vaucresson in eine weitere Wohnung ein und attackierten die Bewohner - laut den Ermittlern "offensichtlich ebenfalls wegen eines Irrtums". Eine Frau sei mehrmals mit einem Pistolengriff geschlagen worden.
Während des Überfalls hörten die Opfer laut Polizei, wie einer der Täter am Telefon sagte, die Adresse sei "nicht die richtige". Daraufhin hätten die Angreifer erneut die Flucht ergriffen. Die drei Verdächtigen konnten nach Angaben der Ermittler geortet werden und wurden festgenommen, als sie in Lyon aus einem Zug stiegen. Zwei der Männer wurden in Untersuchungshaft genommen, der dritte wurde auf freien Fuß gesetzt.
Seit Anfang vergangenen Jahres häufen sich in Frankreich die Überfälle und Entführungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Die Täter gehen teilweise äußerst brutal vor. In zwei Fällen trennten die Entführer ihren Opfern einen Finger ab, um ihren Lösegeldforderungen Nachdruck zu verleihen.