Frankreich: Ermittlungen gegen drei Männer wegen versuchten Überfalls auf Krypto-Boss

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© AFP
Nach einem versuchten Überfall auf den Chef des Kryptowährungs-Unternehmens Binance France wird gegen drei Verdächtige wegen Freiheitsberaubung, Diebstahls, Erpressung sowie Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Nach Justizangaben vom Sonntag waren drei maskierte und mit Schusswaffen bewaffnete Männer am Donnerstag in die Wohnung eines Paares in Saint-Mandé bei Paris eingedrungen und hatten die Bewohner gefangen gehalten und misshandelt. Die Täter hätten "offenkundig den Chef von Binance France" gesucht, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der Polizei zufolge durchsuchten die Täter drei Apartements in dem Wohnhaus und stahlen zwei Handys, bevor sie in einem Fahrzeug flüchteten. Anschließend drangen sie in dem rund 20 Kilometer entfernten Ort Vaucresson in eine weitere Wohnung ein und attackierten die Bewohner - laut den Ermittlern "offensichtlich ebenfalls wegen eines Irrtums". Eine Frau sei mehrmals mit einem Pistolengriff geschlagen worden. 

Während des Überfalls hörten die Opfer laut Polizei, wie einer der Täter am Telefon sagte, die Adresse sei "nicht die richtige". Daraufhin hätten die Angreifer erneut die Flucht ergriffen. Die drei Verdächtigen konnten nach Angaben der Ermittler geortet werden und wurden festgenommen, als sie in Lyon aus einem Zug stiegen. Zwei der Männer wurden in Untersuchungshaft genommen, der dritte wurde auf freien Fuß gesetzt.

Seit Anfang vergangenen Jahres häufen sich in Frankreich die Überfälle und Entführungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Die Täter gehen teilweise äußerst brutal vor. In zwei Fällen trennten die Entführer ihren Opfern einen Finger ab, um ihren Lösegeldforderungen Nachdruck zu verleihen.

AFP