Damaskus verschob al-Scharaas für Dienstag geplanten ersten Besuch in Berlin wegen der innenpolitischen Situation in Syrien. Die Initiatoren der Kundgebung werfen dem Ex-Dschihadisten Al-Scharaa vor, "Verantwortung für Massaker, Vertreibungen und systematische Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten in Syrien" zu tragen.
Sie fordern deshalb "die sofortige Absage" des Besuchs von Al-Scharaa. "Ein politischer Empfang würde das Leid der Opfer ignorieren und islamistischen Gewaltakteuren politische Legitimität verleihen", hieß es im Kundgebungsaufruf. Die Bundesregierung betonte, sie halte an der Einladung al-Scharaas fest.
Bei einer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben. Darunter war auch die nordsyrische Großstadt Aleppo.