Die wichtigste Information zum DFB-Pokalfinale am Samstagabend im Berliner Olympiastadion lautet: Bayern-Keeper Manuel Neuer ist unpässlich. Die Wade zwickt, zum dritten Mal in diesem Jahr. „Er kann morgen nicht spielen, die WM ist nicht in Gefahr“, sagte Sportvorstand Max Eberl in Berlin. „Es macht keinen Sinn, ihn ins Tor zu stellen mit dem Risiko, dass er sich schwerst verletzen könnte. Deswegen haben wir alle gemeinsam entschieden, so schwer es dem Manu auch gefallen ist, auf das Finale zu verzichten.“ Für Neuer, 40 Jahre alt, wird Jonas Urbig, 22 Jahre alt, zwischen den Pfosten stehen.
Für den VfB Stuttgart bedeutet das allerdings nicht, dass sich die Chancen auf einen Sieg und damit auf die Titelverteidigung erhöhen. In den zwei Liga-Spielen verlor das Team von Trainer Sebastian Hoeneß jeweils deutlich. In beiden Partien hütete Urbig das Bayern-Tor. Das Supercup-Finale zu Beginn der Saison verlor der VfB ebenfalls gegen die Bayern, mit Neuer im Tor. Auch im vierten Aufeinandertreffen der Saison sind die Münchner klarer Favorit.
DFB-Pokalfinale im Ersten ab 19.00 Uhr
Übertragen wird das Finale von der ARD. Die Übertragung beginnt um 19.00 Uhr, das Spiel wird um 20.00 Uhr angepfiffen. Auch der Bezahlsender Sky überträgt live. Zudem steht wie immer der Livestream der ARD im Internet zur Verfügung. Im Radio überträgt unter anderem RBB24 Inforadio die Partie.
Schiedsrichter ist Sven Jablonski, 36 Jahre alt. Der Bankkaufmann aus Bremen, der seit 2017 in der Bundesliga pfeift, feierte in dieser Saison sein Debüt in der Champions League.
Was noch erwähnenswert ist: Im Finale wird zum ersten Mal im deutschen Profifußball ein Ball mit Chip eingesetzt. Der „iBall“ vom Hersteller Derbystar ist mit der sogenannten „Connected Ball Technology“ ausgestattet. „Ein im Ball integrierter Sensor erfasst während der Partie in Echtzeit hochpräzise Daten zu Ballkontakten, Geschwindigkeit, Flugbahn und Rotation. Der Ball wird so selbst zur Datenquelle und liefert präzise Informationen“, schreibt der DFB. Dann kann es ja losgehen.