Die beiden Parteien regierten schon die vergangenen zehn Jahre zusammen, mit den Grünen als stärkste Kraft und dem aus Altersgründen ausscheidenden Winfried Kretschmann als Ministerpräsident. Eine Fortsetzung der Koalition gilt als einzige realistische Option.
Die Landtagswahl vor fünf Jahren gewannen die Grünen mit 32,6 Prozent klar, die CDU kam damals als zweitstärkste Kraft auf 24,1 Prozent. Jüngste Umfragen erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Parteien.
Nach Einschätzung der Meinungsforscher kann die AfD auf deutliche Stimmengewinne und ein Ergebnis um die 18 bis 20 Prozent hoffen. Der SPD droht demnach ein historisch schlechtes Abschneiden mit zwischen sieben und neun Prozent. FDP und Linke müssen um den Einzug in den Landtag zittern.
Der Wahlkampf in den vergangenen Wochen war von der Wirtschaftspolitik geprägt. Das stark von der Automobilwirtschaft geprägte Baden-Württemberg ist von der Krise der Autohersteller und deren Zulieferern besonders betroffen, die Arbeitslosigkeit stieg zuletzt deutlich.
Die Wirtschaftspolitik verdrängte als wichtigstes Thema der Wählerinnen und Wähler das Thema Zuwanderung, das aber weiter als zweitwichtigstes Problem benannt wird. An dritter Stelle der wichtigsten Themen steht in Baden-Württemberg die Bildungspolitik.
An der Landtagswahl dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige teilnehmen, das Wahlalter wurde von bisher 18 Jahren abgesenkt. Erstmals gibt es bei einer Landtagswahl in Baden-Württemberg wie bei der Bundestagswahl auch eine Erst- und eine Zweitstimme.