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Linken-Chefin Gesine Lötzsch tritt zurück

Die intern umstrittene Linken-Chefin Gesine Lötzsch tritt zurück.

Die intern umstrittene Linken-Chefin Gesine Lötzsch tritt zurück. Wegen einer Erkrankung ihres Mannes habe sie sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, ihr Amt niederzulegen, teilte Lötzsch am späten Abend mit. Ihre familiäre Situation lasse eine häufige Abwesenheit von ihrem Wohnort Berlin nicht mehr zu.

Lötzsch kündigte an, sich künftig auf ihr Mandat als Berliner Bundestagsabgeordnete zu konzentrieren. Noch im Oktober hatte sie erklärt, dass sie bei der Wahl der neuen Parteiführung in diesem Jahr erneut für den Parteivorsitz kandidieren wolle.

Lötzsch und Ko-Parteichef Klaus Ernst werden in der Linken entscheidend mitverantwortlich für das schlechte Erscheinungsbild der Partei gemacht. So geriet die Partei etwa wegen einer von Lötzsch ausgelösten Kommunismusdebatte in Bedrängnis, aber auch wegen eines umstrittenen Glückwunschtelegramms an den kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro.

Lötzschs Ko-Vorsitzender Ernst hat sich bisher in der Frage einer erneuten Kandidatur nicht festgelegt. Vor wenigen Tagen hatte Linken-Parteivize Heinz Bierbaum Berichte über Absprachen über die künftige Parteiführung dementiert. Über die künftige Parteispitze soll Bierbaum zufolge erst nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im Mai entschieden werden.

AFP / AFP
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