Mpox-Viren im Gepäck: Ermittlungsverfahren gegen zwei Virologen von US-Institut

Mpox-Viren
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Weil sie illegal Mpox-Virenproben ins Land eingeführt haben sollen, wird in den USA gegen zwei Virologen eines renommierten Forschungsinstituts ermittelt. Ein Niederländer, Chef eines virologischen Labors der US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH), sowie ein kamerunischer Mitarbeiter seien im Januar aus der Republik Kongo mit Proben des Erregers in die USA zurückgekehrt, teilte die US-Bundesstaatsanwaltschaft am Dienstag (Ortszeit) mit. Ihnen drohen nun bis zu fünf Jahre Haft.

Bei einer Kontrolle am Flughafen von Detroit waren laut Staatsanwaltschaft im Gepäck der Wissenschaftler 113 Fläschchen gefunden worden. Die US-Bundespolizei FBI habe davon 20 untersucht und in 17 davon deaktivierte Mpox-Viren nachgewiesen. Außer dem illegalen Import des Virus wirft die Staatsanwaltschaft dem Niederländer und dem Kameruner vor, über den Inhalt ihres Gepäcks gelogen zu haben. Die beiden arbeiten in einem NIH-Labor im Bundesstaat Montana, für das wegen der dort untersuchten Erreger höchste Sicherheitsbestimmungen gelten.

Das Mpox-Virus war erstmals 1958 bei Laboraffen in Dänemark nachgewiesen worden. Die Erkrankung, die Fieber, Muskelschmerzen und Pocken-ähnliche Pusteln auf der Haut verursacht, war jahrzehntelang unter dem Namen Affenpocken bekannt.

Mpox hatte sich 2024 insbesondere in Afrika ausgebreitet. 2025 wurden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den Zeitraum Januar bis Ende Juli mehr als 34.000 bestätigte Mpox-Infektionen gemeldet. 138 davon endeten tödlich. Im Januar 2026 erklärte die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union, Mpox stelle keinen „öffentlichen Gesundheitsnotfall“ mehr dar, weil die Fallzahlen zurückgegangen seien.

AFP