Narren und Jecken am Rhein feiern Beginn von Straßenkarneval mit Weiberfastnacht

Feiernde in Köln
Feiernde in Köln
© AFP
Mit "Alaaf" und "Helau" haben zehntausende Narren und Jecken in den rheinischen Karnevalshochburgen am Donnerstag den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Pünktlich um 11.11 Uhr begann unter anderem in Köln, Düsseldorf und Mainz die Hochphase des Karnevals mit der Weiberfastnacht. Allein in Köln und Düsseldorf werden in den kommenden Tagen hunderttausende feiernde Jecken erwartet. 

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. In Köln hatten die Beamten bereits am Montag mitgeteilt, dass die Polizei durch rund 1400 zusätzliche Einsatzkräfte verstärkt wird. Berichte über Zwischenfälle gab es bis zum Donnerstagnachmittag nicht. Aus den Pressestellen der Polizeien Köln, Düsseldorf und Mainz hieß es, dass die Situation jeweils "entspannt" und "friedlich" sei. Im Bereich der Düsseldorfer Altstadt habe es lediglich ein paar Taschendiebstähle gegeben.

In Köln übernahm das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau bis Aschermittwoch symbolisch das Regiment über die Domstadt. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren einige Plätze in der Innenstadt nicht komplett voll. Genaue Zahlen nannte er nicht.

In Düsseldorf und andernorts kam es zum traditionellen Sturm der "Möhnen" auf die Ratshäuser. Zur Weiberfastnacht werden vielerorts die Rathäuser durch Karnevalsvereine gestürmt. Auch in Mainz versammelten sich rund 6000 Feiernde auf dem Schillerplatz der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

Traditionell finden an diesem Tag auch zahlreiche Frauensitzungen statt. Ein Brauch ist es, dass Frauen die Krawatten von Männern abschneiden. Höhepunkt des Straßenkarnevals sind die Rosenmontagszüge am kommenden Montag, bevor das bunte Treiben mit dem Aschermittwoch endet.

AFP