Die Förderkapazität im deutsch-niederländischen Grenzgebiet soll laut One-Dyas mittelfristig auf zwei Milliarden Kubikmeter pro Jahr ausgeweitet werden. "Bei den derzeitigen Bohraktivitäten wird erwartet, dass diese maximale Fördermenge im vierten Quartal, noch vor Beginn des Winters, erreicht wird", erklärte das Unternehmen. "Dies entspricht sieben Prozent des aktuellen Gasbedarfs der Niederlande und 2,5 Prozent des deutschen Gasbedarfs."
One-Dyas betont die verglichen mit importiertem Erdgas deutlich bessere CO2-Bilanz des vor Borkum geförderten Brennstoffs: Bei der Förderung entstünden nahezu keine Emissionen, da die neue Plattform "vollständig mit Strom aus dem nahegelegenen deutschen Offshore-Windpark Riffgat betrieben wird".
Die Gasförderplattform befindet sich auf niederländischem Hoheitsgebiet, rund 20 Kilometer von Borkum entfernt. Die Bohrungen reichen teilweise unter dem Meeresboden in deutsches Hoheitsgebiet hinein. Die Bundesregierung machte dafür Anfang Juli den Weg dafür frei, auch das zuständige niedersächsische Landesamt genehmigte die Bohrungen. Im Dezember lief die Förderung an.
Umweltschützer kritisieren das Gasförderprojekt. Protest kommt auch von den Bewohnern von Borkum.