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Fracking-Auflagen Bierbrauer fordern härtere Gesetze


Mit dem geplanten Anwendungsverbot auf Wasserschutzgebiete geben sich die deutschen Bierbrauer nicht zufrieden. Sie sehen die Qualität des Trinkwassers noch immer in Gefahr.

Die deutschen Bierbrauer sorgen sich trotz der geplanten strengen Auflagen zur Gasförderung aus tiefen Schichten um die Reinheit ihres Brauwassers. "Das vorgesehene Anwendungsverbot von Fracking auf Wasserschutz- und Quellschutzgebiete greift zu kurz", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn. "Denn zahlreiche Wasservorkommen liegen außerhalb solcher Schutzgebiete, denen Wasser sprichwörtlich von überall her zufließen kann."

Da Wasser keine Grenzen kenne, müsse hier ein adäquater Schutz gewährleistet werden - könnten doch giftige Stoffe, die beim Fracking eingesetzt werden, Wasservorkommen schädigen. "Dieses Beispiel zeigt, dass neben der vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfung die Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit ein zwingender Prüffaktor sein muss", betonte Hahn. "Die sichere Wasserversorgung ist für die Brauereien existenziell." Der Brauer-Bund stehe der Gasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten aber aufgeschlossen gegenüber, wenn den Bedenken Rechnung getragen würde, sagte er.

Union und FDP haben sich auf einen verschärften Entwurf geeinigt, der bis Mitte des Monats auf den Weg gebracht werden soll. Bisher gibt es keine klare Regelung, die dem Fracking Leitplanken setzt. Bei der neuen Fördertechnik wird mit hohem Druck Gestein aufgebrochen, damit das Gas aus den feinen Rissen entweichen kann. Kritiker fürchten durch eingesetzte Chemikalien eine Gefahr für das Wasser.

nw/DPA DPA

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