In Düsseldorf hat ein Prozess gegen eine Deutschmarokkanerin begonnen, die jahrelang in Syrien für den IS tätig gewesen sein soll. Am Donnerstag wurde vor dem Oberlandesgericht nach Angaben eines Sprechers die Anklage gegen die 32-Jährige verlesen. Sie soll im Jahr 2015, noch als Heranwachsende, mit ihrem Mann von Deutschland aus zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gereist sein.
Der Bundesanwaltschaft zufolge starb der Mann bei Kämpfen. Die Frau habe dann nacheinander zwei weitere IS-Mitglieder geheiratet. Sie habe ihre jeweiligen Ehemänner unterstützt, etwa indem sie den gemeinsamen Haushalt geführt habe, und ihnen so die Arbeit für den IS ermöglicht.
2019 sei sie von kurdischen Kräften aufgegriffen und in ein Lager gebracht worden. Im Dezember 2022 kam sie nach Deutschland zurück. Für die Verhandlung setzte das Gericht zehn Termine bis Ende Mai an.