Wegen anderer Besuchsformate, einer gestiegenen Termindichte und der deutlichen Entfernung zum Berliner Regierungsviertel sei die Nutzung von Schloss Meseberg "zuletzt sehr zurück gegangen", begründete Kornelius die Entscheidung der Regierung. Damit entfielen für das Kanzleramt künftig auch Kosten für Unterhalt, Betrieb und Sicherung des Schlosses. In Zukunft sollen für Veranstaltungen jeweils "verschiedene, dem Anlass angemessene" Orte oder der Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Kanzleramts genutzt werden, der 2028 fertig sein soll.
Schloss Meseberg liegt eine knappe Autostunde nördlich von Berlin in Brandenburg. Der 1738 errichtete Bau wurde 2007 als Gästehaus der Bundesregierung eingeweiht. Zuvor hatte die Stiftung den Bau umfangreich restauriert. Die Regierung baute für 13 Millionen Euro Sicherheitstechnik ein. Erster Gast war 2007 der damalige französische Präsident Jacques Chirac.