Zu der hohen Zahl in diesem Jahr trug ein langer Zeitraum mit stabilem Wetter bei. Allerdings gab es auch in dieser Saison mehrere Todesfälle: Zwei indische Bergsteiger sowie drei Nepalesen, die bei Everest-Aufstiegen halfen, starben. Ein weiterer Nepalese wird seit seinem Abstieg vermisst. Bei der bislang tödlichsten Saison 2023 waren 18 Menschen ums Leben gekommen.
China hatte dieses Jahr die Nordseite des Everest für Aufstiege geschlossen. Die nepalesischen Behörden erteilten in dieser Saison hingegen eine Rekordzahl von 494 Mount-Everest-Aufstiegsgenehmigungen für Ausländer. Allein am 21. Mai erreichten 275 Menschen den Gipfel des 8849 Meter hohen Berges. An diesem Tag standen Bergsteiger auf den eisigen Höhen des Berges für die Gipfelbesteigung tatsächlich Schlange, wie Fotos zeigen.
Mehrere andere Rekorde wurden in dieser Saison gebrochen, darunter die höchste Zahl an Everest-Besteigungen eines Menschen. Der nepalesische Bergführer Kami Rita Sherpa schaffte es zum 32. Mal.
Zu Beginn der Saison hatte ein riesiger Eisblock den Bergsteigern und ihren Führern Sorgen bereitet. Der Gletschereisbrocken hatte die Präparierung der Aufstiegsroute behindert. Die nepalesischen Bergführer bereiteten schließlich jedoch eine Alternativroute für den Aufstieg vor.
Der Bergsteiger-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal, auf dessen Territorium sich acht der zehn höchsten Berge der Erde befinden. Es gibt aber immer wieder auch Kritik an einem zu großen Ansturm auf den Mount Everest.