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Schwedens Justiz prüft Rolle von Ölkonzern bei Verbrechen im Sudan

Die schwedische Justiz will Vorermittlungen gegen einen Ölkonzern wegen mutmaßlicher Verwicklungen in Kriegsverbrechen im Sudan einleiten. Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Montag in Stockholm erklärte, geht es um die Arbeit der schwedischen Firma Lundin im Sudan in den Jahren

Die schwedische Justiz will Vorermittlungen gegen einen Ölkonzern wegen mutmaßlicher Verwicklungen in Kriegsverbrechen im Sudan einleiten. Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Montag in Stockholm erklärte, geht es um die Arbeit der schwedischen Firma Lundin im Sudan in den Jahren 1997 bis 2003. Schwedens Außenminister Carl Bildt saß von 2000 bis 2006 im Aufsichtsrat des Konzerns. Dem Eingreifen der schwedischen Justiz war ein Bericht der Nichtregierungsorganisation Ecos vorausgegangen. Diese hatte am 8. Juni erklärt, Lundin sowie eine malaysische und eine österreichische Ölfirma "könnten Komplizen beim Begehen von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sudan gewesen sein".

afp / AFP