Cheng erklärte, sie wolle zeigen, dass die beiden Seiten "nicht zum Krieg verdammt sind". Cheng hatte im November den Parteivorsitz übernommen und darauf bestanden, Xi zu treffen, bevor sie die USA besucht. Das trug ihr den Vorwurf ein, zu pro-chinesisch zu sein. Der Besuch in China wäre der erste eines KMT-Vorsitzenden seit 2016.
Cheng hatte ausländischen Medien vor kurzem gesagt, Gespräche mit Xi könnten eine Grundlage für friedliche Beziehungen bilden. "Ich glaube nicht, dass ein einziges Treffen alle Probleme lösen kann, die sich seit fast einem Jahrhundert aufgestaut haben", sagte sie. "Aber ich hoffe, dass es mir gelingt, eine solche Brücke zu bauen."
China betrachtet das demokratische und selbstverwaltete Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereint werden soll, und schließt den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus. Taiwans Präsidenten Lai Ching-te, der vor Chinas Expansionsbestrebungen im asiatisch-pazifischen Raum warnt, bezeichnet Peking als "Kriegstreiber".