Der indische Handelsminister Piyush Goyal hatte das Abkommen am Freitag als "Mutter aller Abkommen" bezeichnet. Die EU erhofft sich mehr Exporte nach Indien, darunter vor allem Autos und alkoholische Getränke. Indien könnte mehr Medikamente und Textilprodukte in die EU exportieren und hofft zudem, dass Fachkräfte einfacher zwischen den beiden Standorten wechseln können.
Indien ist mit rund 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde und dürfte Schätzungen zufolge in diesem Jahr zur viertgrößten Volkswirtschaft anwachsen. Die EU wolle mit "einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaften der Welt" Geschäfte machen, sagte von der Leyen in Davos.
Die EU bemüht sich alternative Handelspartner, nicht zuletzt seit US-Präsident Donald Trump mit seiner Zollpolitik für Probleme in der europäischen Exportwirtschaft sorgt. In der vergangenen Woche hatte von der Leyen ein Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten unterzeichnet, im vergangenen Jahr schloss die EU bereits Verhandlungen mit Mexiko und Indonesien ab. Außerdem laufen Verhandlungen mit Australien, den Philippinen und Thailand.