Das Atomkraftwerk Flamanville, das neben dem neuen Druckwasserreaktor zwei ältere Atomreaktoren umfasst, liegt auf der Halbinsel Cotentin direkt an der Küste des Ärmelkanals. Einer der konventionellen Reaktoren wurde ebenfalls vom Netz genommen, der andere ist derzeit wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet.
Der EPR-Reaktor Flamanville 3 war mit zwölf Jahren Verspätung im Dezember 2024 ans Netz gegangen und hatte im vergangenen Dezember erstmals seine volle Kapazität erreicht. Er ist mit 1600 Megawatt der mächtigste Atomreaktor Frankreichs und soll zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen können.
Der schwere Wintersturms "Goretti" - der in Deutschland "Elli" heißt - hatte am Freitag zudem zu Stromausfällen für etwa 380.000 Haushalten geführt, vor allem in Nord- und Westfrankreich. An der Küste des Ärmelkanals war die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen worden.