Heftige Regenfälle hatten im Dorf Pasirlangu in der Region West-Bandung einen Erdrutsch ausgelöst, der mehr als 50 Häuser beschädigte und etwa 650 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser zwang. Tausende Rettungskräfte hatten - vom Militär, von der Polizei und von Freiwilligen unterstützt - in den vergangenen Tagen in den Schlammmassen nach Menschen gesucht.
Die indonesische Marine teilte mit, 23 Soldaten, die in dem Gebiet trainiert hätten, seien unter den Opfern des Erdrutsches. Der Rettungs- und Bergungseinsatz wurde bis kommenden Freitag verlängert.
Der Einsatz - teils mit bloßen Händen, teils mit schwerem Gerät - gestaltete sich wegen des schlechten Wetters bisher schwierig. Die Helfer fürchteten weitere Erdrutsche.
In Indonesien kommen Überflutungen und Erdrutsche während der üblicherweise von Oktober bis März dauernden Regenzeit häufig vor. Umweltexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Zerstörung von Wäldern in dem südostasiatischen Inselstaat zu einer Zunahme der Katastrophen führt.
Wälder stabilisieren durch ihre Wurzeln den Boden und erleichtern der Erde die Aufnahme von Regen. Fehlen sie, sind Gebiete anfälliger für Erdrutsche. Laut dem Wald-Analyseprojekt The TreeMap's Nusantara Atlas gingen 2024 in Indonesien mehr als 240.000 Hektar Urwald verloren.