Gast

Arbeitsvertrag ja oder nein

Ich arbeite für eine Zeitarbeitsfirma und bin gekündigt Kündigungsfristen wurden eingehalten Beim entleiher Wurde mir ein mündliche Arbeitsvertrag zugesagt Nun habe ich einen Arbeitsplan über die Kündigung hinaus Wenn ich jetzt Arbeite ohne Arbeitsvertrag beim Entleiher Gibt dies als unbefristeter Arbeitsvertrag
Frage Nummer 3000260776

Antworten (4)
Schnauz
Mündlicher Arbeitsvertrag? Nie nicht. Das ist Schwarzarbeit, da bist du ja nicht einmal versichert.
ingSND
Die Chancen stehen ziemlich gut - ein Arbeitsverhältnis kann durchaus schlicht durch konkludentes Verhalten entstehen.
Du bietest Deine Arbeitskraft an - wenn der AG dieses Angebot annimmt und Dich im Arbeitsplan einsetzt, dann entsteht ein Arbeitsvertrag.

Da gibt es meines Wissns noch ein paar Fallstricke, aber "Versuch macht kluch". Stell nur bei der Arbeitsagentur sicher, dass Du ALG1 beziehen kannst, wenn das schiefgeht (z.B. wenn der AG Dir bei Eintreffen erklärt, Dich nicht zu brauchen). Die bei der AA solten auch die angesprochenen Fallstricke kennen.

Wobei ich das so nicht tun würde, das ist keine solide und damit keine dauerhafte Basis. Wenn man Dir einen Arbeitsvertrag zugesagt hat, dann frage danach - Du könntest dann und dann offiziell einsteigen. Auch hier gilt: solange es keinen schriftlichen Vertrag gibt, melde Dich sofort nach der Kündigung "arbeitssuchend" und nach dem letzten Arbeitstag "arbeitslos" (ich hoffe, der Unterschied ist klar ...)
Schnauz
Ich kenne nun wirklich nicht alle Tiefen und Untiefen des Arbeitsrechts, aber was spricht dafür, einen mündlichen Arbeitsvertrag abzuschließen? Warum nicht schriftlich? Hier geht es offenbar nicht um einen Minijob. Werden die Angaben über die Beschäftigung auch mündlich an das Finanzamt, die Krankenkasse, die Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft übermittelt? Mir kommt das irgendwie unseriös vor.
ingSND
@Schnauz: selbstverständlich ist der schriftliche Vertrag immer besser, auf Dauer ist er auch vorgeschrieben.
Ich hatte dem Fragesteller ja auch empfohlen, diesen Weg zu gehen.

Aber grundsätzlich kann eben auch ohne schriftlichen, ja sogar ohne mündlichen Vertrag ein Arbeitsverhältnis zustande kommen. Das wollte der Fragesteller wissen. Möglicherweise traut er der mündlichen Zusage nicht und will das "hintenrum" klar machen. Das wird in aller Regel keine Zukunft haben.