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Feuchte Wohnung

Hallo zusammen,
ich wohne in meiner Wohnung seit dem 01.07. und in der ersten Nacht bin ich aufgewacht, weil meine Bettdecke klamm war und ich gefroren habe, und das im Juli :-D
Festgestellt habe ich über die ganzen Monate, dass die Luffeuchtigkeit oft über 55% liegt, insbesondere wenn es wärmer ist und regnet, im Sommer hatte ich teilweise 70% in der Wohnung. Auch im Winter habe ich das Problem der Feuchtigkeit und der Kälte in der Wohnung, da es sich um ein Endhaus handelt, welches NICHT isoliert ist. Zudem sind die Wänder sehr dünn. Die Außenwände von Schlafzimmer und Wohnzimmer liegen zur Nordseite. Im Winter hat mein Schlafzimmer ohne Heizen nur ca. 10 Grad mit geschlossenem Fenster. Ich wohne auf Hochparterre und habe festgestellt, dass auch mein Teppich teilweise klamm ist. Meine Nachbarin hat das Problem nicht, sie hat immer ca. 10/15% weniger Luftfeuchtigkeit.
Der Eigentümer hat sich nur darauf berufen, dass ich zu wenig Heize und sich in den letzten Jahren nie jemand beschwert hat. Er hatte schon eine Sanitärfirma, Hausmeister und Maler zu mir geschickt, die alle nichts herausgefunden haben.
Da ein Auszug für mich zur Zeit nicht in Frage kommt, meine Frage:
An welchen Fachmann kann ich mich wenden, der die Wände/Bausubstanz prüfen kann, wo genau die Ursache liegt? Ich habe eine Rechtsschutzersicherung für Immobilien, darüber möchte ich gerne beim Eigentümer ein Beheben der Ursache erwirken, wenn ich sie denn herausfinde.
Ein Bekannter von Gegenüber meinte, dass das Haus total schlecht verputzt worden ist, er hat wohl damals den Hausbau mitbekommen.
Ich hatte im August schon einmal einen Gutachter vom TÜV da, der nur wenig Ahnung hatte und mir nicht weiterhelfen konnte. Das einzige war er sagte, im Sommer haben wir schon mal hohe Luftfeuchtigkeit.
Meine Bekleidung im Schrank ist das ganze Jahr leicht klamm, wie auch meine Bettdecke, Teppich. Die Handtücher in Bad und Küche sind meist auch immer leicht klamm und trocknen so gut wie nie komplett. Meine Wäsche kann ich in der Wohnung nicht aufhängen, die trocknet im semi-trockenen Keller. Ich hoffe, jemand mit Fachwissen kann mir helfen, dafür schon mal vielen vielen Dank.
Falls das Thema Lüften angesprochen wird, daran liegt es nicht! Ich habe alles durchprobiert, es liegt an der Beschaffenheit des Hauses. Die Wände innen sind alle recht trocken.
Wenn es draußen viel regnet, riecht es in der Wohnung leicht modrig. Haben wir z.B. 30 Grad und blauen Himmel, so ist die Luftfeuchtigkeit natürlich viel geringer, teilweise unter 40%.
Bei heutigem Wetter (bewölkt, 6 Grad) habe ich z.B. im Schlafzimmer 55%, bei meiner Mutter in der Wohnung sind es dagegen nur 40 % (ohne Heizung!) Es kann also nicht am Heizen liegen.
Vielen herzlichen Dank im voraus, liebe Grüße Andrea
Frage Nummer 3000262716

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Antworten (6)
rayer
Ich wäre froh, wenn ich eine Luftfeuchtigkeit von 55% im beheizten Raum erreichen könnte.
Es wird für Dich Zeit richtig zu heizen.
Folgende Angaben gelten als ideale Raumbedingungen für die einzelnen Wohnräume:
Wohn- und Arbeitszimmer 40-60 % bei 20 °C
Schlafzimmer 40-60 % bei 16-18 °C
Küche 50-60 % bei 18 °C
Badezimmer 50-70 % bei 23 °C
micle
Wenn die Wände innen trocken sind, und bei ursächlich mangelhaftem Verputz könnte man problemlos den Eindrang von Niederschlagswasser über die Aussenwand feststellen, dann wird im Sommer bei hoher Luftfeuchte zu wenig gelüftet und im Winter zu wenig geheizt und zu wenig gelüftet. Da du in Hochparterre wohnst, kann man einen Feuchteeindrang durch den Boden ebenfalls ausschliessen.

Ein mietrechtlicher Anspruch auf eine bestimmte Raumtemperatur ohne Beheizung des Raumes besteht meiner Meinung nach während der Heizperiode nicht.

Die grundsätzliche Aussage des TÜV zu erhöhter Luftfeuchte im Sommer ist zutreffend, insbesondere in der Übergangsjahreszeit, kurz vor und nach dem Sommer, kann diese, bei nachts abkühklenden Temperaturen, zu einem Tauwasseranfall auf Bauteilen oder der Einrichtung führen.

Auch die Tatsache, dass deine Nachbarin nicht mit diesen Problemen konfrontiert ist, legt den Schluss nahe, das die Situation durch dein Nutzungsverhalten entsteht.

Wenn du der Meinung bist, dass du nicht für die Umstände verantwotlich bist, sondern dass diese baubedingt gegeben sind, wende dich an einen Sachverständigen. Bei der Suche kann dir die Architektenkammer deines Bundelandes oder die für die Kommune oder Region zuständige Handwerkskammer weiterhelfen.

Stimme dein weiters Vorgehen am besten vorher mit deiner Rechtsschutzersicherung für Immobilienrecht ab.
micle
@rayer: Bei den "idealen Raumbedingungen" muss man berücksichtigen, dass das, was für die Bausubstanz ideal ist, nicht zwangsläufig auch ideal für die Bewohner ist (Thema z. B. zu trockene Schleimhäute usw.)
rayer
Das ist ja schön und gut mit den trockenen Schleimhäuten, damit wäre ja ein Wert unter 50-60% kontraproduktiv. Wie ich schon sagte, ich wäre froh auf 55% zu kommen. Ich liege meist um die 40%.
rayer
Die idealen Raumbedingungen stammen übrigens aus dem Netz und sind genau auf die Wohlfühlwerte bezogen, mit der Bausubstanz hat man sich da nicht beschäftigt.
ingSND
Ich finde das super: Sanitärfirma, Hausmeister, Maler haben keinen Mangel gefunden, der TÜV-Sachverständige hat keine Ahnung.
Aber der Bekannte von Gegenüber, der weiß es ganz genau ...
Du erkennst jemanden mit Fachwissen doch offensichtlich noch nicht einmal, wenn er einen Stempel auf der Stirn hat.

Wenn das gleiche Wetter bei Deiner Mutter zu 40% Luftfeuchtigkeit führt und bei Dir zu 55%, dann ist bei Deiner Mutter schlicht und ergreifend wärmer. Und im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit im Haus bei 30° Außentemperatur und blauem Himmel in aller Regel deutlich (!) höher als im Winter bei 0° Außentemperatur (vorausgesetzt, man heizt ein wenig).