Gast

Luftfeuchtigkeit von 68% in der Wohnung

Trotz regelmäßigem Stoßlüften, 3-5 mal am Tag (je nach Arbeitssituation) steigt die Luftfeuchte innerhalb von 2-3 Stunden danach wieder auf gute 68% +/-.
Die Kleidung und das Bett fühlen sich teils auch sehr klamm an.
Nach der Arbeit erwartet einen eine regelrechte "stickige/modrige Tropenluft" in der Wohnung.
Laut Vermieter waren im Schlafzimmer und Wohnzimmer zuvor lediglich die Ecken mit Feuchte/Schimmel betroffen gewesen (Da wurde im Juli bevor wir eingezogen sind eine Art Putz drauf gemacht).
Was kann man da am besten tun , von einer stetigen Feuchte in der Wohnung hätten die Vormieter nie etwas berichtet (laut Vermieter).
Gibt es Luftmesser um Sporen oder ähnliches nachzuweisen ? Wir möchten nicht in einer kranken Umgebung leben...
Frage Nummer 3000277263

Antworten (9)
dschinn
Ohne Temperaturwerte und genaue Zahlen für jeden Raum einzeln ist hier jede Antwort witzlos.
Wie feucht ist die Luft nach einer Stoßlüftung?
Auch hier die Frage, ob das für jeden Raum eruierbar ist?

Ich würde auf jeden Fall mal mit dem Vormieter Kontakt aufnehmen!
Eventuell sind die ja wegen Schimmel ausgezogen in Wirklichkeit?
Falls der Vermieter da abblockt, kann man die Adresse auch über die Meldestelle erfahren, deine Gründe dafür sind ausreichend genug.
PezzeyRaus
Vielleicht sollte sich Gast esrt einmal über die Begriffe "Relative Feuchte", "Absolute Feuchte" und "Taupunkt" informieren.
Deho
Wir wissen zu wenig über die Wohnung, ob Alt- oder Neubau, welche Etage, ist das nur in Eurer Wohnung so? Ich schildere mal einen Fall, vielleicht gibt das einen Hinweis. Meine Mutter hatte mal Schimmel in der Küche, in der oberen Ecke neben dem Fenster, der Vermieter meinte, sie müsse mehr lüften. Es war aber immer gut gelüftet. Die Vormieter hatten das auch schon und hatten geklagt, das hat aber nichts genutzt. Also bin ich mit Hammer, Meißel und Fertigputz hingefahren, und habe entdeckt, dass jemand ein Lüftungsgitter einfach zugeputzt hat. Der Architekt hat wohl gewusst, dass da eine Kältesenke ist. Nachdem das Lüftungsgitter freigelegt war, hat es dort nie wieder Schimmel gegeben.
Musca
"Kältesenken" gibt es nicht, jedenfalls nicht in der Bauphysik, dort gibt es Wärmebrücken.
68% ist nicht übermäßig viel. Erstmal viel Heizen und lüften, mir ist klar, dass dies momentan sehr teuer ist.
Sollte sich das Problem nach einigen Wochen nicht erledigt haben, einen Sachverständigen einschalten.
Musca
@pezzey, man kann nicht von jedem Mieter erwarten, dass er / sie Grundkenntnisse in der Physik beherscht.
micle
Wenn es zu Kondensation auf einer (Bauteil)oberfläche kommt, dann ist diese im Verhältnis zu der in der Luft enthaltenen Wassermenge zu kalt. Es ist entweder zu kalt oder die Luft ist zu feucht. Daher Lüften und / oder Heizen.

Bei dem geschilderten 3-5 maligem täglichen Stoßlüften (Durchzug für jeweils 5-10 Minuten) sollte selbst bei niedrigen Raumtemperaturen um 17 Grad keine Kondensation entstehen.

Sollte Feuchte auch nur in geringer Menge dauerhaft durch ein Bauteil oder durch eine kleine Leckage in Wasser-/ Abwasser oder Heizungsleitungen in die Wohnräume eindringt LÜften und Heizen auf Dauer nichts. Leckagen sind auf der Bauteiloberfläche recht gut zu erkennen.

Wenn sich Textilien dauerhaft feucht und klamm anfühlen, dann ist die Luftfeuchte zu hoch. Sachverständige, Gutachter oder Baubiologen können entsprechende Messungen und Ortungen durchführen. Vorsicht bei der Auswahl, vorher bei der Handwerkskammer oder der Architektenkammer nachfragen, ob diese dort gelistet sind.

Dem Vermieter dieses Vorgehen ankündigen und Ihn darauf hinweisen, dass er je nach Ausgang der Untersuchung die Kosten des Gutachters übernehmen muss.
B.Kloppt
"Dem Vermieter dieses Vorgehen ankündigen und Ihn darauf hinweisen, dass er je nach Ausgang der Untersuchung die Kosten des Gutachters übernehmen muss. " Ein ernst gemeiner Rat? Dem Mieter würde ich was husten. Denn so läuft das nicht ab.
Am besten einen mietrechtlich erfahrenen Anwalt fragen. Bei uns war das Problem auch, nach Mietkürzung wurden für 14 Tage Messgeräte, die Feuchtigkeit und Lüftigsverhalten aufzeichneten, aufgebaut. Das Ergebnis war eindeutig. Nicht der Mieter war der Verursacher. Dennoch wollte der Vermieter die Gutachterkosten erstattet haben. Erst ein Prozess verwies den Vermieter in seine Schranken.
micle
Sicher ist das ein ernst gemeinter Rat, denn genau so kann das ablaufen.

Da der Vermieter offensichtlich nicht an der Klärung der Ursache interessiert ist, kann der Mieter die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen und ist berechtigt sich die ihm dadurch entstandenen Aufwendungen erstatten zu lassen, wenn die Ursache vom Vermieter zu vertreten ist. Da diese noch nicht zweifelsfrei feststeht, wäre ich bezüglich der Beauftragung eines Anwalts etwas zurückhaltender.

Es entspricht allerdings offensichtlich eher der deutschen Mentalität gleich alles einem Anwalt zu übergeben. Sollte es zu einer anwaltschaftlichen Auseinandersetzung vor Gericht kommen, dann ist es im Übrigen so, dass das Gericht in der Regel nur die von Ihm im Rahmen einer gerichtlichen Beweissicherung angeordneten Gutachten anerkennt. Ein langer und teurer Weg, der sich oft vermeiden lässt.
B.Kloppt
Zum Glück gibt es Anwälte, die einen Mieter vor solch fehlerhafter Vorgehensweise, wie Sie sie hier vorschlagen, bewahren. Einfach ein paar rechtlich vorgeschriebene Vorgehensweisen und Schritte zu überspringen, würde einen Mieter ins Verderben führen.
Es hat also nichts mit deutscher Mentalität zu tun, wenn sich jemand nicht von Laien im Internet verwirren lässt, sondern auf Menschen mit der entsprechenden Ausbildung und vorhandenem Wissen verlässt. Also auf Anwälte.