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Gast

Habe ich am Telefon mit aufzeichnung einen Vertrag abgeschlossen

Ich wurde von Palatinum Card angerufen und haben mich ihre Card erklärt, sie fragten mich ob sie das Gespräch aufnehmen dürfen habe ja gesagt, bin ich automatisch einen Vertrag eingegangen.
Frage Nummer 3000133807

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Antworten (15)
Skorti
Interessant ...

und die Frage ist?
Fiete11
Wo fängt dieser Satz an und wo hört er so auf, dass alles einen Sinn ergibt?

Wenn Du meinst, einen Vertrag eingegangen zu sein, dann ist alles gut.
dschinn
Nie nicht niemals das Wort "JA" am Telefon benutzen!
Niemals!
Auch nicht wenn jemand so sinnbefreite Fragen stellt wie: Sie wollen doch auch sparen?
Oder: Sind sie einverstanden, wenn das Gespräch für Schulungszwecke aufgezeichnet wird?

Noch besser gar nicht erst das Gespräch annehmen...
Cheru
Ein Vertrag setzt zwei übereinstimmende Willemserklärungen voraus. Das ist hier nicht der Fall. Also: kein Vertrag.

Falls die Aufnahme gefälscht und zu einer zustimmenden Willenserklärung umgebaut wird, drohst Du erst mit dem Staatsanwalt und stellst dann ggf. Strafanzeige und Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft.
rayer
Vertrag am Telefon nur mit konkretem Angebot zulässig

Es ist zwar theoretisch möglich, einen Vertrag am Telefon ohne weitere schriftliche Vereinbarung abzuschließen. Dazu muss jedoch ein konkretes Angebot vorliegen. Als Verbraucher sind Sie also auf der sicheren Seite: Es hat keinen rechtsverbindlichen Vertragsabschluss am Telefon gegeben. Daher sollten Sie die Rechnung auf keinen Fall begleichen.

Auch wenn ein Gesprächsmitschnitt existiert, auf dem zu hören ist, wie Sie ja zu einem vermeintlichen Kaufangebot sagen, sollten Sie sich nicht unter Druck setzen lassen. Aufnahmen von Telefongesprächen sind aus rechtlicher Sicht nur verwertbar, wenn Sie der Aufzeichnung im Vorfeld explizit zugestimmt haben.

Aktiv gegen vermeintlichen Vertragsabschluss vorgehen

Auch wenn durch das einfache ja sagen am Telefon kein rechtsgültiger Vertragsabschluss zustande gekommen ist, raten Verbraucherschützer dazu, die Rechnung nicht nur zu ignorieren, sondern sich aktiv zur Wehr zu setzen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich an die Verbraucherzentrale, einen Anwalt oder die Polizei wenden. Denn eine Strafanzeige kann in solchen Fällen durchaus angemessen sein.
(Copy&Paste)
Für den Interpret und sonstige Wichtigtuer, das Copy&Paste bedeutet, die Information ist aus dem Internet kopiert und stellt nicht meine Meinung, mein konkretes Wissen oder was weiß ich dar.
Wer mir also ans Bein pinkeln will, soll das bei der Webseite tun, ich werde die dann benennen.
Cheru
Ist "Interpret" und "Wichtigtuer" wirklich erforderlich?
Cheru
Und noch zu einer möglichen Strafanzeige:

Ein Drohen mit der Staatsanwaltschaft ist nach meiner Erfahrung deutlich wirkungsvoller als das Drohen mit einem Anwalt oder der Polizei, daher mein Rat.

Das gilt vor allem dann, wenn der Gegenüber schon mal mit der Staatsanwaltschaft zu tun hatte.
Fiete11
Rayer, ersetzt den Pöbler wirklich zu 100 %. Oder ist das nur eine Person?
Fiete11
Jemand, dessen Wissen ausschließlich aus "copy & paste" besteht, sollte sich vielleicht auch einmal mit § 51 UrhG vertraut machen.
Cheru
Ich hätte für unsere Zwecke weniger rechtliche Bedenken, möchte aber für vollständige Zitate plädieren:

"Dazu muss jedoch ein konkretes Angebot vorliegen. Als Verbraucher sind Sie also auf der sicheren Seite:"

Im Originaltext steht zwischen den beiden Sätzen: "Das ist bei der aktuellen Betrugsmasche jedoch nicht der Fall."

Der Satz erscheint durch den Bezug auf die konkrete Frage nicht erforderlich, macht aber den Inhalt allgemeingültiger und verständlicher: Es ist durchaus denkbar, dass das konkrete Angebot im Internet oder telefonisch erfolgt ist. Ein telefonischer Vertrag ist dann möglich und z.B. mit dem hier schon intensiv gelobten Unternehmens 1&1 meiner Erfahrung nach auch üblich.
rayer
Zu 1&1 kann ich nichts sagen, jedoch zu Kabel Deutschland. Da hatte ich mal angerufen, um mir die an meiner Adresse möglichen Internetgeschwindigkeiten erklären zu lassen. 2 Wochen später flattert mir ein Vertrag zum Unterzeichnen ins Haus. Ich da angerufen, gefragt was das soll, die Antwort wie erwartet. Ich habe ja einen Anschluss bestellt, das sei der Vertrag dazu. Kurz daraufhingewiesen, dass ich nur eine Beratung hatte, man möchte das Gespräch bitte anhören bei dem ich eingangs, dem Mitschnitt zugestimmt habe und das war es dann. Also dem Mitschnitt zustimmen, hat auch Vorteile.
rayer
@Cheru
Die Passage hätte wieder die Interpreter und Wichtigtuer auf den Plan gerufen.
Außerdem geht es um die Kernaussage.
Vertrag am Telefon nur mit konkretem Angebot zulässig.
Also halte mir nicht vor, da etwas unterschlagen zu haben.
Cheru
rayer, da formuliere ich ganz vorsichtig, halte einen Ölzweig hin und baue goldene Brücken - und Du wirst pampig.

Das "haben mich ihre Card erklärt" könnte durchaus ein konkretes Angebot gewesen sein. Gast hat das Angebot nicht angenommen. Gast hätte aber zustimmen und telefonisch einen rechtswirksamen Vertrag schließen können.

Die Advocard-Seite hat diese Möglichkeit erkannt und gleich ausgeschlossen mit dem bei Dir fehlenden Satz "Das ist bei der aktuellen Betrugsmasche jedoch nicht der Fall."

Im Kontext der Frage erscheint der Satz entbehrlich. Beim Lesen Deines Zitats denkt man sich aber: Wieso das denn? Zudem gibt das "also" keinen Sinn in "Als Verbraucher sind Sie also auf der sicheren Seite:".

Daher mein Plädoyer für ganze Zitate. Ein Plädoyer, eine Anregung, keine Beschimpfung, nicht mal eine Forderung.
rayer
@CHeru
Wenn du dich angesprochen fühlst mit Wichtigtuer und Interpret war das ein falsches Empfinden. Ich hatte rein auf deine Einlassung geantwortet. Die Anderen wussten, wer gemeint ist.
rayer
@Cheru
Ich hätte auch so kopieren können. Das ist vollständig und lässt Deine Rüge in einem anderen Licht erscheinen.

Vertrag am Telefon nur mit konkretem Angebot zulässig

Es ist zwar theoretisch möglich, einen Vertrag am Telefon ohne weitere schriftliche Vereinbarung abzuschließen. Dazu muss jedoch ein konkretes Angebot vorliegen. Als Verbraucher sind Sie also auf der sicheren Seite.