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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000010799 Gast

Mir schuldet der staat geld

Ich habe eine Firma und wir arbeiten für die landesdirektion Sachsen. Wir schicken den regelmäßig Rechnung aber es dauert immer ewig bis sie bezahlen bzw bezahlen nur ein Teil. Kann mir jemand sagen wie das gerichtlich geregelt ist wie viel Zeit die haben um zu bezahlen? Und das alles obwohl die wissen das ich haufen Schulden dadurch gemacht habe weil ich meine Leute dadurch nicht bezahlen kann...
Vielen dank im vorraus
Antworten (15)
Dorfdepp
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber auch nicht verhehlen, dasss es hier manchmal seltsame Fragen gibt. Wer eine Firma hat, die zudem noch Leute beschäftigt, hat in der Regel einen Steuerberater, der solche Fragen beantworten kann.
Wenn es dir wirklich Ernst mit deiner Frage wäre, hättest du dich angemeldet, um auf Nachfragen reagieren zu können. So werte ich das zunächst als eine "Gastfrage".
Allein die vorsätzlich vergewaltigte Orthographie weckt den unguten Verdacht. Wenn ihr so arbeitet wie du schreibst (und das hängt irgendwie zusammen, das hat etwas mit persönlichem Anspruch zu tun, den man von einem Unternehmer erwarten kann), würde ich dir keinen Cent zahlen.
rayer
Gerichtlich geregelt ist gar nichts. Es gibt aber ein gesetzliches Mahnverfahren, wenn Du das befolgst, dann greift auch das Gericht.
rayer
Wenn du aber noch etwas warten kannst, es meldet sich gleich ein Experte für Mahnverfahren.
status-quo-fan
In nach VOB oder VOL geschlossenen Verträgen sind auch die Zahlungsregelungen vereinbart.

Im allgemeinen lassen sich Kommunal-, Kreis- und Landesverwaltungen bis zu sechs Wochen nach Leistungsabnahme Zeit und zahlen dann den nicht unter Gewährleistungsvorbehalt stehenden Betrag.

Die Sicherheitsleistung wird nach die Abgabe einer Bankbürgschaft "auf erste Anforderung" ausgezahlt.
rayer
SQF
6 Wochen sind allerdings, wenn man auf die Kohle wartet, eine Ewigkeit.
Gast
Mir wurden auch schon Verträge vorgelegt, in denen ich nach Erledigung meines Auftrages noch Wochen oder sogar Monate auf die Bezahlung hätte warten müssen.
Ich habe einfach nicht unterschrieben.
ing793
@Celsete: ein wirklich guter Ratschlag für einen Unternehmer, der die Brötchen für seine Mitarbeiter sicherstellen muss.
.
@Gast: erkundige Dich mal nach "Factoring".
Dabei trittst Du die Forderung an eine andere Firma ab und erhälst sofort Dein Geld.
Natürlich wollen die was dafür haben, aber das kann man ja je nach Standing gegenüber dem Auftraggeber vorher einpreisen.
elfigy
Es ist leider bei öffentlichen Auftraggebern normal, daß Rechnungen ewig lange (Wochen und auch Monate) von einer Abteilung zur nächsten geprüft werden. Wenn da einer der Sachbearbeiter vier Wochen krank ist, bleibt alles liegen. Du kannst nichts dagegen tun.
Bei deiner Bank sind Forderungen an einen sicheren Zahler so etwas wie Sicherheiten. Das weißt du schon, weil du Schulden gemacht hast. Du mußt dann die Zinsen für deinen Kredit mit in deine Kalkulation einfliessen lassen. Sprich mit deinem Kundenberater bei deiner Bank, wie du den Kredit am besten gestaltest. Schulden an sich sind nichts Schlimmes für einen Betrieb.
Was du alternativ noch tun kannst, ist, deinen Schuldnern ein wenig auf die Nerven gehen. Öfters mal nachfragn usw. Deine Lage schildern. Das darf man aber nicht übertreiben. Aber es hilft oft, die Angestellten da können sich nicht vorstellen, in welchen Situationen Firmeninhaber manchmal sind. Mit "gerichtlich" brauchst du nicht kommen, dann bist du deinen Kunden los. Es ist wie es ist. Du mußt damit leben.
Gast
@Ing: Deine Stellenbewerbung bei mir als Buchhalter bzw Geschäftsführer ist hiermit abgelehnt, da ich keinen Mitarbeiter gebrauchen kann, der unter Realitätsverlust leidet, seine Sachkenntnis damit negiert, und damit den Firmeninteressen schaden will.
Es wird nicht gepokert, ob man in den nächsten paar Monaten irgendwann mal eine grössere Rechnung bezahlt bekommt, für die man erheblich an Vorkosten investiert hat.
Auf keinen Fall, vor allem dann, wenn man dafür bei der Bank immer am Rande des Dispokredits agieren muss und eine Kontokündigung riskiert...
Aber, da Du ja auch Arbeitslosen eine Ausschöpfung des meist nicht vorhandenen Dispos empfiehlst, nehme ich Dich so oder so nicht ernst.
Cordelier
celsete, drei XXX sind als Unterschrift auch nicht rechtsverbinlich ;-))))
ing793
@Celsete: es liegt im ureigenen Interesse der Firmen, Aufträge zu erhalten, bevorzugt solche, bei denen noch etwas an Deckungsbeitrag übrig bleibt.
(Sorry, Fachbegriff - extra für Dich: Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten).
Wer es sich leisten kann, seine AGB am Markt durchzudrücken, darf sich glücklich schätzen. Je kleiner der Anteil eines Einzelnen Kunden, je größer die Zahl der Aufträge, je eigenständiger das Produkt, desto besser die Chance dafür.
Wer aber mit großen Firmen oder dem Staat zusammenarbeitet, der hat da weniger Möglichkeiten. Zahlungsziele von 30 Tagen sind bei uns Standard, 60 bis 90 Tage nicht ungewöhnlich. Das wissen wir, das ist eingepreist.
Als kleiner Diesntleister mit z.B. 5 Angestellten sagst Du nicht mal so eben LMAA, wenn Dein Kunde, mit dem Du 20% Deines Jahresumsatzes machst, von Dir ein zehn Tage längeres Zahlungsziel verlangt. Denn das bedeutet, dass sich am nächsten Tag (bitte nicht wörtlich nehmen) einer von den fünf Mitarbeitern seine Papiere holen darf.
Gast
Ing XXX, dann kann ich es mir anscheinend leisten, meine AGBs durch zu drücken.
Wenn Du willst, kannst Du ja 30, 60 oder auch 90 Tage oder länger von Dispo leben.
Ist Dispo eigentlich so eine fixe Idee von Dir?
ing793
@Celsete: ich beglückwünsche Dich dazu, Deine persönlichen AGB's durchsetzen zu können.
Aber, wie Elfi letztens schon ganz richtig gesagt hat: Du kannst Dich nicht als Maßstab nehmen. Der Fragesteller hat seine eigenen Probleme und sucht hier jemanden, der ihm hilft, sie zu lösen, und keinen, der lauthals verkündet, dass so was bei ihm nicht vorkäme.
Croc
Mach es so wie ich.
Vorkasse.
Gast
Manchmal nehme ich Vorkasse. Wo ich ahne, dass die Firma schlecht kalkuliert.
Aktuell zahlt mein jetziger Auftraggeber je nach Geldeingang von seinem Kunden sofort, nachdem ich meine Rechnung eingereicht habe, spätestens aber innerhalb von 14 Tagen. Damit kann ich gut leben.