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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000115282 Benjamin

Zahlt meine Haftpflichtversicherung?

Ich habe an dem Auto meines Sohnes einen erheblichen Schaden verursacht kommt meine Haftpflichtversicherung für den Schaden auf?
Antworten (21)
Deho
Ich würde da einfach mal nachfragen.
Skorti
Das kommt doch ganz auf die Umstände an.

Hast du das Auto gefahren, ist es dir somit geliehen worden?
Dann nein. Dann zahlt höchstens die Vollkasko.

Hast du den Schaden mit deinem eigenen Auto oder anderem versicherten Fahrzeug verursacht?
Dann nein, dann zahlt die Teilkasko des anderen Verkehrsmittel.

Wohnt dein Sohn mit dir zusammen in einem Haushalt?
Dann auch eher nein. Schäden, die innerhalb einer Haushaltsgemeinschaft verursacht werden, sind nicht versichert.

Hast du den Schaden anders verursacht und hat dein Sohn einen anderen Wohnsitz, dann kann es sein, dass die Haftpflicht zahlt, sofern:
1. Der Sohn keine Eigenverantwortung trägt, weil er den Wagen so geparkt hat, dass der Schaden nicht vermeidbar war.
2. Du den Schaden nicht vorsätzlich verursacht hast.
3. Der Schaden nicht während eines Freundschaftsdienstes eingetreten ist, Reparatur oder Abschleppen oder Wagenpflege etc.

Deine Versicherung wird dir den Grund, warum sie nicht zahlt schon mitteilen.
Deho
@ Skorti
Wer bitte soll jetzt etwas mit Deiner Antwort anfangen? Die ist einfach nur Müll.
wokk
Da hat Skorti schon recht. Die Versicherungen haben jede Menge Ausschlussgründe zur Auswahl.
Die sollte man vorher kennen - nicht die Versicherung fragen, ob sie gerne bereit wäre bei Schaden XYZ finanziell einzuspringen.
Deho
Das mag sein. Aber ich würde trotzdem zuerst die Versicherung fragen. Wenn die ablehnt, und ich der Meinung bin, dass das nicht gerechtfertigt ist, würde ich einen Anwalt fragen und nicht dieses Forum. Außer Skorti hätte diese Qualifikation, aber dann sollte er das auch sagen.
Skorti
Googel doch mal Deho, statt permanent Unbelehrbarkeit zu beweisen.

Alle genannten Punkte sind im Internet oft genug zu finden, wenn man die richtigen Suchbegriffe eingibt.

Keine Haftung für Mitglieder des gleichen Haushaltes.
Keine Haftung wenn der Geschädigte selbst eine hohe Teilschuld am Schaden trägt. (Zum Beispiel seine Brille auf die Sitzfläche eines Stuhls ablegt.)
Keine Haftung wenn der beschädigte Gegenstand verliehen wurde und sich im eigenen Besitz befand. (Nicht Eigentum).
Keine Haftung bei Vorsatz.
Keine Haftung bei Verkehrsunfällen.

Gehört zur Allgemeinbildung.
Deho
Google-Bildung reicht? Hier vielleicht, aber im richtigen Leben würde ich mich nicht darauf verlassen.
ing793
Meine Lebenserfahrung mit Versicherungen besagt:
- sie versuchen IMMER, zumindest einen Teil der Leistung zu streichen, ich habe STETS nachhaken müssen, und sei es nur für 50 Euro.
- hakt man dann nach und lässt leise durchschimmern, dass man um seine Rechte weiß, dann wird der einbehaltene Teil umgehend herausgerückt, manchmal mit dem Zusatz, man tue das "aus Kulanz".

Daher mein Ratschlag fürs Leben: lass Dich im Schadensfall NIE (in Worten: nie) zuerst von der Versicherung beraten, die zahlen soll.
Erkundige Dich IMMER vorher, was das Ergebnis sein müsste und warum. Dann und erst dann gehst Du zur Versicherung.

Insofern bin ich hier eher auf Skortis Seite. Aber es mag durchaus andere Erfahrungen geben, meine Fälle kann man gerade so an einer Hand abzählen und statistisch belastbar ist etwas anderes.
Deho
Meine Lebenserfahrung ist, dass Versicherungen bezahlen. Damit stehe ich vielleicht besser als andere da, aber das wird man ja wohl mal sagen dürfen.
ing793
@deho das ist völlig in Ordnung, daher auch mein letzter Satz.
Wobei: bist du sicher, dass sie alles bezahlt haben, was dir zustand, oder warst du nur zufrieden?
Deho
Nein, das war alles ok. Sogar mehr als ok. Die haben uns die Leistungen förmlich aufgedrängt.
Musca
Man sollte zuerst mal den Grundgedanken einer Versicherung nachvollziehen und verinnerlichen.
Man stellt einen Schirm als Schutz zur Verfügung.
Ist es zu heiß, dann schmilzt er. Zu nass, dann verfliest er.
Zu kalt, dann bröckelt er.
Versicherungen sind nicht dafür da, um irgendwelche Schäden auszugleichen, sondern um Geld zu verdienen, ähnlich wie Banken.
Skorti
Nun. Google bildet nicht, aber Google findet im Neuland Seiten, in denen Gerichtsurteile aufgegriffen und kommentiert werden, Seiten auf denen Verbraucherverbände vor Fallen im Versicherungsrecht warnen, Seiten in denen sich (Un)Versicherte über nicht geleistete Haftung beschweren.

Menschen, die dann auch den Text lesen und nicht nur die Überschriften, können sich so bilden, sofern sie Texte einer mittleren Komplexität aufnehmen und verarbeiten können.

Für andere gibt's auf HartzIV-TV so schöne Serien wie "Die Versicherungsdetektive". Da kommen solche Fälle sicher auch vor.
rayer
Bei Verwandtschaft zahlt die Haftplichtversicherung so gut wie nie, Ausnahme ist eine Vollkasko.
pale-rider
@ Sorti, Du hast geschrieben "Google doch mal Deho" was ich gerne gemacht habe.

Ergebnis:

Link: https://www.urbandictionary.com/define.php?term=DeHo
Deho
Namenloser Reiter,
ich schätze Leute sehr, die originell und geistreich sind. Falls Du vor hast, das zu werden, liegt noch ein weiter Weg vor Dir.
Sgt_Hartman
Deho, kommst du noch klar? Du wirst auf deinem hohen Ross verbrennen. Sei sicher!
Deho
Wenn mich jemand, dem ich nichts getan habe, als schwule Dumpfbacke bezeichnet, kann der wohl kaum eine höfliche Antwort erwarten.
Sgt_Hartman
Nun gut du bist mutmasslicherweise nicht schwul aber eine Dumpfbacke.
StechusKaktus
@Musca: So ein Käse!
Versicherungen definieren genau, was versichert ist.
Und der Konsument darf es sich durchlesen und es so vereinbaren oder eben auch nicht.
Die Versichrung kann doch wenig dafür, dass z.B. ihre Kunden denken, dass die Teikasko den Schaden bei Zusammenprall mit einem Huhn übernimmt. Wer sich dagegen versichern will, muss eben eine Vollkasko abschliessen. Oder gar keine (wie ich).

Eigene Dusseligkeit auf andere zu schieben liegt zwar voll im Zeitgeist, bleibt aber erbarmungswürdig.

Frech finde ich allerdings auch die beliebte Praxis der Versicherungen, berechtigte Zahlungen zu verweigern.
Skorti
Was an Muscas Aussage jetzt unbedingt Quatsch ist versteh ich nicht. Er hat doch den Versicherungen keine "Bösartigkeit" unterstellt und denen auch keine "Schuld" zugewiesen.

Es ist nun einmal wahr, eine Versicherung ist ein gewinnorientiertes Unternehmen. Sie decken die Risiken des Lebens Einzelner ab und verteilen diese auf die Masse, wobei die Differenz zwischen den Beiträgen und den ausgezahlten Beträgen den Gewinn ergibt.

Darum gibt es eben die genau definierten Konditionen, die meist dazu dienen Versicherungsbetrug, bzw. Situationen, bei denen der Betrug nicht aufzudecken wäre, zu verhindern.

Du hast genau so gut Recht, wenn du die Versicherungen angreifst, die sich vor Zahlungen drücken wollen, aber ich bin auch sicher, dass die Summe, um die die Versicherten ihre Versicherung abzocken oder abzocken wollen, höher ist, als die verweigerten Zahlungen.

Ich erinnere mich immer mit Schaudern an den Bekannten meiner Eltern, der, als meine Eltern erwähnten demnächst ein neues Kaffeegeschirr kaufen zu wollen, anbot die Kanne umzustoßen, er hätte eine gute Haftpflicht.