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"Gana" wurde zwölf Jahre alt: Gorilla-Weibchen in Münster ist gestorben

Das Gorilla-Weibchen "Gana" aus dem Allwetterzoo Münster ist tot. Eine Pflegerin habe das zwölf Jahre alte Tier am Sonntagmorgen leblos im Gehege gefunden, sagte Zoosprecherin Ilona Zühlke auf Anfrage der Nachrichtenagentur DAPD und bestätigte damit einen Vorabbericht der "Bild"-Zeitung.

Das Gorilla-Weibchen "Gana" aus dem Allwetterzoo Münster ist tot. Eine Pflegerin habe das zwölf Jahre alte Tier am Sonntagmorgen leblos im Gehege gefunden, sagte Zoosprecherin Ilona Zühlke auf Anfrage der Nachrichtenagentur DAPD und bestätigte damit einen Vorabbericht der "Bild"-Zeitung. Die Todesursache ist ihren Worten zufolge noch unklar. Zuletzt war das Tier aber schwer krank und am Freitag noch zu einer Computer-Tomografie in die Tierklinik Hochmoor gebracht worden. Es war ein Tumor im Kopf vermutet worden.

"Gana" war im August 2008 aus traurigem Anlass berühmt geworden: Sie hatte ihr Junges "Claudio" nach dessen Tod tagelang trauernd durch das Gehege getragen und damit großes Aufsehen bei den Zoobesuchern erregt. "Claudio" war vermutlich an einer akuten Darmentzündung gestorben, "Gana" hatte daran keine Schuld.

Wie die Zoosprecherin weiter sagte, wurden zur Klärung der Todesursache auch Humanmediziner hinzugezogen. "Gana" war nach der Rückkehr in den Zoo nach der Computertomografie nicht mehr richtig zu Bewusstsein gekommen. Bereits seit Tagen hatte das Tier zudem keine Flüssigkeit mehr zu sich genommen und war über eine Infusion versorgt worden.

"Ganas" gesundheitliche Probleme begannen mit dem Jahreswechsel: Sie wurde immer schwächer, litt unter Erbrechen und Appetitlosigkeit. Nach Angaben des Zoos wurde ihr Zustand auch immer mehr zur Gefahr für ihr sechs Monate altes Junges "Claudia", woraufhin Zoodirektor Jörg Adler zunächst das Universitätsklinikum Münster um Hilfe bat. Die dortigen Untersuchungen hätten aber lediglich ergeben, dass "Gana" eine Unterfunktion des Verdauungsapparats habe. Die anschließende Behandlung mit Medikamenten verbesserte ihren Zustand zunächst, doch in den vergangenen Tagen wurde es dramatisch schlechter.

Nach Zühlkes Worten wurden die übrigen Tiere nach "Ganas" Tod zu dem Gorilla-Weibchen gelassen, um Abschied zu nehmen. Sie hätten auch das Junge an sich genommen, um es zu wärmen. "Claudia" würde nun von Pflegern durch Zufüttern versorgt. Sollte der Versuch misslingen, "Claudia" allein und ohne Mutter in die übrige Gruppe zu integrieren, bleibt als zweite Lösung der Umzug in die Gorilla-Kinderstube in den Stuttgarter Zoo "Wilhelma". Hier wächst auch schon "Ganas" erste Tochter "Mary Zwo" heran.

APN / APN
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