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"Kot & Köter": Polizei ermittelt gegen Satire-Zeitschrift - Vorwurf "Hundehass"

Wulf Beleites führt mit "Kot & Köter" einen satirischen Feldzug gegen Vierbeiner. Die Polizei findet das gar nicht komisch und lädt ihn vor, weil er zu Straftaten aufgerufen haben soll.

Satire-Journalist Wulf Beleites zeigt einer Hundedame seine Zeitschrift "Kot & Köter"

Satire-Journalist Wulf Beleites zeigt einer Hundedame seine Zeitschrift "Kot & Köter"

Gegen den Herausgeber der Satirezeitschrift "Kot & Köter", Wulf Beleites, ist Strafanzeige erstattet worden. Er soll zu öffentlichen Straftaten aufgerufen haben, sagt eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf bezieht sich auf die Ausgabe vom April 2014. Dort hatte Beleites behauptet, der Redaktion wären die geheimen Tagebücher des verstorbenen Wiener Kabarettisten Georg Kreisler zugespielt worden - und diese hätten "höchst brisante Details" enthalten: In seinem Lied "Tauben vergiften im Park" habe Kreisler ursprünglich eben nicht Tauben, sondern Hunde gemeint. Ein klarer Fall von Satire - aber nicht für das Hamburger LKA, vor dem sich Beleites nun verantworten muss.

Die Hundebesitzer sind das eigentliche Problem

Beleites hat viele Jahre als Autor bei "extra drei" (NDR) gearbeitet. Seit April 2014 ist er Chefredaktuer des Satire-Magazins "Kot & Köter". Die selbsternannte "Zeitschrift für den deutschen Hundehasser" war als Crowdfunding-Projekt gestartet. Bislang sind drei Ausgaben erschienen, das nächste Heft soll Mitte Mai erscheinen. Beleites versicherte schon bei Erscheinen der ersten Ausgabe, dass er eigentlich gar nichts gegen Hunde habe - sein Problem seien eher die Hundebesitzer, die ihr Tier nicht erziehen oder deren Kot nicht wegräumen.

tim/DPA / DPA