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Ägyptische Gaspipeline nach Israel: Brennender Himmel über Sinai

Seit Jahren bezieht Israel Gas aus Ägypten. Die Abmachungen mit dem ägyptischen Despoten Husni Mubarak galten als verlässlich. Seit seinem Sturz gibt es keine neuen Verträge, stattdessen immer wieder Anschläge.

Auf eine Gaspipeline auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel ist am frühen Dienstagmorgen erneut ein Anschlag verübt worden. Unbekannte hätten die Rohrleitung, die Israel und Jordanien mit ägyptischem Erdgas versorgt, im Norden des Sinai gesprengt, berichteten Augenzeugen. Nach ersten Angaben wurde niemand verletzt. Nach der Explosion seien Flammen und Rauch zu sehen gewesen. Es war das sechste Attentat gegen die Pipeline seit dem Ende der Herrschaft von Präsident Husni Mubarak im Februar. Die Gaslieferungen an Israel sind wegen der Vorzugsbedingungen in Ägypten sehr umstritten. Die neue Regierung versucht das Abkommen nachzuverhandeln.

ono/DPA / DPA
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