Annäherung Koreanischer Korridor


Ungeachtet des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm haben Süd- und Nordkorea die erste grenzüberschreitende Straßenverbindung seit dem Korea-Krieg eröffnet.

Mit Bussen fuhr eine Gruppe von knapp 100 Unternehmensvertretern und Regierungsbeamten aus Südkorea über einen entminten Straßenkorridor durch die demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen beiden Ländern. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul dient die Fahrt einem zweitägigen Test des Landwegs zum grenznahen Geumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste.

Noch vor Ende dieses Monats sollen die ersten südkoreanischen Touristen mit organisierten Touren auf der bislang behelfsmäßigen Straße zu dem Gebirge fahren können. Der südkoreanische Hyundai-Konzern organisiert seit Ende 1998 Kreuzfahrten zu dem Gebirgsmassiv. Beide Länder wollen außer grenzüberschreitenden Straßen auch ihre unterbrochene Schienenverbindung wiederherstellen.

Bei bilateralen Ministergesprächen im Januar hatten sich beide Koreas auf die Zusammenarbeit für eine friedliche Lösung der Nuklearfrage geeinigt. Allerdings hatte Nordkorea - trotz Forderungen Südkoreas - keine Zusagen für konkrete Maßnahmen zur Beilegung der Krise gemacht.

DPA

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