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Argentinische Kleinstadt hat eigenen "Superhelden": Ein Vogel? Ein Flugzeug? Nein, Menganno!

Auf ihn können sich die Bürger der argentinischen Kleinstadt Lanús verlassen: "Superheld" Menganno sorgt auf seinem Motorrad für ein wenig mehr Gerechtigkeit. Wer hinter der Maske des Gutmenschen steckt, weiß nur seine eigene Familie.

Es gibt Superman, Batman - und neuerdings auch Menganno. Mit blauer Maske und blau-schwarzer Kluft sorgt dieser tatsächlich existierende "Superheld" in einer argentinischen Kleinstadt für Gerechtigkeit, indem er Menschen in Not auf seinem Motorrad zu Hilfe kommt. "Ich bin ein echter Superheld aus Fleisch und Blut", sagte der in Lanús, einem Vorort von Buenos Aires, aktive Menganno der Nachrichtenagentur AFP. "Mein Ziel ist es, dass wir alle bessere Menschen werden und mehr aufeinander achten." Ungerechtigkeit verabscheue er.

Dass es dem Aufpasser nach eigenem Bekunden nicht um Ruhm geht, drückt schon sein Name aus: Menganno bedeutet so viel wie "Hinz und Kunz". Seine Frau und seine Kinder wüssten von seinem ungewöhnlichen Zeitvertreib auf den Straßen von Lanús, erzählt Menganno. Sie würden ihm dabei helfen, seine Identität geheimzuhalten. Ein typischer Tag sieht bei Menganno so aus: Er fährt mit seinem Motorrad herum, um Menschen zu helfen, verteilt Kleider an bedürftige und plaudert mit Kindern, die ihn anhimmeln. Gute Ratschläge verteilt er gratis auf Klebezetteln.

jwi/AFP / AFP
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