Berlusconi aus Krankenhaus entlassen Dicker Verband und kraftloses Winken


Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi durfte heute das Krankenhaus in Mailand verlassen. Sichtlich angeschlagen fuhr er in einer Wagenkolonne davon.

Mit einem dicken Pflasterverband quer über sein verletztes Gesicht hat der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Donnerstag ein Krankenhaus in Mailand verlassen. Er ging zu Fuß zu einem wartenden Auto und winkte von dort aus kraftlos den wartenden Fotografen zu, bevor sich sein Konvoi in Bewegung setzte.

Dem Vernehmen nach wollte er in seine Villa am Rand Mailands gebracht werden. Am Sonntag hatte ihn ein offenbar geistig verwirrter Mann auf einer Kundgebung attackiert. Der 73-jährige Berlusconi erlitt dabei einen Nasenbeinbruch, außerdem brachen zwei Zähne ab.

Berlusconi soll auf ärztlichen Rat seine öffentlichen Auftritte in den nächsten zwei Wochen deutlich reduzieren oder absagen. Damit wird er auf seine Teilnahme am Weltklimagipfel in Kopenhagen und wahrscheinlich auch auf seine traditionelle Pressekonferenz zum Jahresende verzichten müssen.

Der 42-jährige Angreifer, der laut Polizei wegen psychischer Probleme aktenkundig ist, sitzt in einem Mailänder Gefängnis. Er hat sich inzwischen bei Berlusconi für seine "feige und unkontrollierte Tat" entschuldigt.

APD APD

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