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Ungewöhnlicher Polizeieinsatz: Bienenvolk "verwechselt" Bienenstock mit Damenrad

Eigentlich kann hier nur eine Verwechslung vorliegen: Ein riesiger Schwarm von Bienen hat seinen Stock verlassen und ein Damenfahrrad belagert. Tatsächlich gibt es eine einfache Erklärung für dieses Verhalten.

Die Besitzerin dieses Fahrrads in Berlin wird nicht schlecht gestaunt haben: Anstatt, dass sie mit dem Rad durch die Stadt fahren konnte, wurde es belagert. Und zwar von Bienen. Wie auf dem Foto zu sehen ist, handelt es sich dabei nicht nur um ein Dutzend Bienen, sondern um ein ganzes Bienenvolk. 

Bienenvolk nimmt Damenrad in Beschlag

Wuselige Überraschung: Bienenvolk nimmt Damenrad in Beschlag


Dass die Bienen schließlich einen Polizeieinsatz auslösten, hätte wohl keine der Biene, die am Fahrrad klebte, gedacht. Dennoch war es den Passanten vermutlich zu heikel. Sie riefen die Poilzei, die die Umgebung absperrten und einen Imker riefen. Es stellte sich heraus, dass der Schwarm aus einem zwei Häuser entfernten Bienenstock entflogen und sich in Prenzlauer Berg auf einem Damenrad niedergelassen hatte, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Imker fing das Bienenvolk schließlich ein. Er wollte die Bienen in einem kühlen Keller lagern, ehe sie in den kommenden Tagen ausgesetzt werden.

Ungewöhnliche Orte nichts Ungewöhnliches für Bienen

"Dass Bienenvölker sich in Städten an ungewöhnlichen Orten niederlassen, ist nichts Ungewöhnliches", sagte die Sprecherin des Deutschen Imkerbundes, Petra Friedrich. Ein Grund dafür könne beispielsweise der Mangel an nahegelegenen Bäumen sein. Wenn in Bienenvölkern eine neue Königin heranwachse, spalte sich ein Teil des Schwarms mit ihr ab und suche sich eine neue Behausung.


Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?