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Casino in Melbourne: Glücksspieler räumt in "Ocean's Eleven"-Manier ab

Egal welches Blatt er bekam, er gewann immer: Im größten australischen Casino hat ein Gast wohl mit Hilfe der Kameras und Mitarbeiter 32 Millionen australische Dollar gewonnen. Die Polizei ermittelt.

Das größte Casino in Australien hat im Fall eines Betrugsskandals im großen Stil die Polizei eingeschaltet. Wie die Zeitung "Herald-Sun" am Freitag berichtete, sollen bei dem Coup im Crown Casino in Melbourne im Stil des Hollywood-Films "Ocean's Eleven" Sicherheitssysteme ausgenutzt worden sein, um eine Geldsumme in mehrfacher Millionenhöhe abzuräumen. Medienberichten zufolge soll sich ein Spieler bei dem Vorfall vor einigen Wochen 32 Millionen australische Dollar (25 Millionen Euro) ergaunert haben.

Helfende Hände der Angestellten

Der Zeitung zufolge verschafften sich der oder die Täter offenbar Zugang zu den Überwachungskameras der Spielbank, die ununterbrochen Spieler und Casino-Mitarbeiter beobachten und auf die Tische zoomen können. Informationen der Kameras seien offenbar an den Spieler während des Kartenspiels übermittelt worden, berichtete die Zeitung und verglich den Coup mit dem legendären Blockbuster "Ocean's Eleven", in dem die Hollywood-Stars George Clooney und Brad Pitt unter anderem einen Sicherheitsexperten rekrutieren, um Casinos in Las Vegas auszurauben.

Dem Blatt zufolge ist ein Ausländer in den Skandal verwickelt, der vermutlich in sein Heimatland zurückgekehrt ist. Das Casino selbst zeigte sich Medienberichten zufolge zuversichtlich, einen Großteil des Geldes zurückzubekommen. Nach Angaben der Spielbank wurde ein Mitarbeiter des Vip-Bereichs gefeuert. Dem involvierten Kunden sei der Zutritt zum Casino untersagt worden. Er war im Casino bestens bekannt, hatte zuvor große Summen sowohl gewonnen und verloren.

swd/AFP / AFP
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