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Chinesisches Selbstverständnis: Vom Mittelpunkt der Erde

Seit Jahrtausenden versteht sich China als Mittelpunkt der Erde. Noch heute findet sich dieser Gedanke in der Sprache und im Selbstverständnis. "Außerhalb-des-Reichs-
Menschen" gelten oft als seltsame Exoten, die höchstens bei Partys für Gaudi sorgen.

Von Adrian Geiges

Für einen Manager musste ich einmal folgenden Satz übersetzen: "China, das Reich der Mitte, entwickelt sich immer mehr zu einem Reich der Mitte." Gut gesprochen, dachte der Urheber, doch im Chinesischen wurde daraus Unsinn. Denn China heißt in der Landessprache "Zhongguo", "zhong" bedeutet "Mitte", "guo" "Land, Reich". Die Übersetzung lautete dann: "Das Reich der Mitte, ein Reich der Mitte, entwickelt sich immer mehr zu einem Reich der Mitte." Für chinesische Ohren klingt das wie: "Der Himmel, ein Himmel, wird immer mehr zu einem Himmel."

Natürlich liegt auf chinesischen Weltkarten China in der Mitte - so, wie europäische Karten Europa in den Mittelpunkt stellen. Aber der Name China in der Landessprache rührt daher, dass die chinesischen Kaiserdynastien in ihrem Reich den Mittelpunkt der Zivilisation sahen und außerhalb der Grenzen Barbaren vermuteten.

Noch 1796 antwortete Kaiser Qianlong auf ein Handelsangebot des Königs George III. von England: "Die majestätische Tugend unseres Reiches hat alle Länder unter dem Himmel durchdrungen, und Könige aller Länder haben kostbare Tribute geschickt. Wie Ihr Gesandter sehen mag, besitzen wir bereits alles. Ich sehe keinen Wert in unbekannten und kunstreichen Dingen und habe keine Verwendung für die Waren Ihres Landes."

Heute wissen die Chinesen, dass China nur eines von mehreren wichtigen Ländern ist und viele weiter entwickelt sind. Aber die Abgrenzung zwischen "uns Chinesen" und "den anderen" hat sich erhalten - nicht nur in der Sprache. Der Chinese ist in Mandarin der "zhongguoren", also wörtlich der "Reich-der-Mitte-Mensch", der Ausländer der "waiguoren", der "Außerhalb-des-Reichs-Mensch". Das entspricht noch ungefähr dem deutschen Wort "Ausländer". Doch Chinesen kommen, besonders wenn sie untereinander reden, zu manch generellem Urteil über die Menschen außerhalb des Reichs: Sie duschen morgens statt abends, essen ungern Fleisch mit Knochen, leben sexuell ausschweifend.

Der Alte von draußen

Das liegt wohl daran, dass China so groß ist, tatsächlich eine sehr eigene und alte Kultur besitzt und die meisten Chinesen noch nie persönlichen Kontakt zu Ausländern hatten. Nicht nur in abgelegenen Provinzen, sondern selbst in Außenbezirken von Peking kann es passieren, dass einem "laowai" hinterhergerufen wird, und zwar nicht nur von Kindern. Wörtlich bedeutet das: "Der Alte von draußen". Seien Sie nicht beleidigt, wenn Ihnen das passiert, gemeint ist nicht: "Sie sehen alt aus." Alt steht in China für weise und erfahren, es ist also eher ein Kompliment.

Überhaupt werden Ausländer in China als Gäste respektiert und eher bevorzugt als benachteiligt. Selbst Taschendiebe beklauen hier lieber Einheimische als Fremde, wohl nicht aus multikultureller Gutmütigkeit, sondern weil sie wissen, dass die Polizei einen Fall mit ausländischem Opfer intensiver untersucht. Von Nachteil ist der internationale Pass beim Zugang zu einigen offiziellen Gebäuden, für die Ausländer eine Sondergenehmigung benötigen. Das hat aber weniger mit chinesischer Kultur zu tun als mit kommunistischer Politik, der jahrelangen Abgrenzung vom Ausland aus ideologischen Gründen, die sich allerdings in den letzten Jahrzehnten stark abgemildert hat.

Anders als der Rest der Welt

Doch trotz der weitgehenden Veränderungen ist für die meisten Chinesen der "Außerhalb-des-Reichs-Mensch" noch etwas Exotisches, auf das sie neugierig sind. Wenn ein solcher in einer Kleinstadt - das sind hier die Orte mit etwa einer Million Einwohnern - eine Disco besucht, kann es leicht passieren, dass der Conferencier ihn auf die Bühne ruft und zur Hauptattraktion des Abends macht. Alltäglicher ist das freudig-überraschte: "Was, Sie können mit Stäbchen essen?!" Nicht bedacht wird, dass dies auch weniger reisefreudige Europäer oft bereits im China-Restaurant probiert haben.

Schon ein kurzes "ni hao" - das heißt "hallo", wörtlich "du gut" - entlockt ein freundliches: "Sie sprechen aber gut Chinesisch." Weiß der "Außerhalb-des-Reichs-Mensch" dann zusätzlich noch das eine oder andere über China, wird man sofort als "Zhongguotong", "Reich-der-Mitte-Experte", gelobt. Natürlich wird hier auch aus chinesischer Höflichkeit übertrieben. Aber es drückt auch ehrliche Überraschung aus, weil Chinesen glauben, sie seien etwas völlig anderes als der Rest der Welt. Wobei dieses Bild immer mehr ins Wanken gerät, auch dank des Internets und der Raubkopien von Hollywood-DVDs. Olympia kann weiter dazu beitragen Klischees aufzuweichen.

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Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?