Collage 100 Pornos machen einen Bush


Bilder von George W. Bush gibt es wie Sand am Meer. Deshalb hat ein britischer Künstler sich etwas Neues einfallen lassen: Für ein Porträt des US-Präsidenten benutzte er ein ganz besonderes Material: Schnipsel aus über 100 Pornoheften.

Die linke Ohrmuschel ist ein Blow-Job und ein Teil des Kinns eine stöhnende Frau - wem normale Bilder von US-Präsident George W. Bush zu langweilig sind, dem dürfte die Kreation des britischen Künstlers Jonathan Yeo gefallen. Der 36-jährige hat mehr als 100 Porno-Magazine zerschnitten und aus den Schnipseln ein Porträt von Bush zusammengeklebt.

Yeo stellte sein Bild nun in der Londoner Lazarides Galerie aus. Die Empörung in Bushs-Partei ist groß: "Das Bild ist geschmacklos! Warum würde irgendjemand ein Bild von unserem Präsidenten aus pornographischen Material machen?", sagte ein Sprecher von Bushs Partei dem britischen Boulevard-Blatt "Sun". Der Künstler selbst hat eine klare Antwort darauf: "Aus Spaß. Ich wollte niemanden damit verletzen, aber ich bin zufrieden mit dem Ergebnis", sagte Yeo der Zeitung. Eine gewisse Befriedigung über den Aufruhr dürfte Yeo auch empfinden. Schließlich hatte er sich erst für diese besondere Form der Darstellung entschieden, nachdem die Kuratoren der "Bush Library" in den USA ihm die Zustimmung zu einem "normalen" Portrait verweigert hatten. Vielleicht hätten sich die Kuratoren vorher einmal die Homepage von Jonathan Yeo, jonathanyeo.com, anschauen sollen. Yeos Ölgemälde von Dennis Hopper und Rupert Murdoch sind jedenfalls auch unter republikanischen Gesichtspunkten absolut seriös.

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