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Costa Brava: Sechs Tote bei Busunglück

Spanien kommt nicht zur Ruhe. Nach den Bombenanschlägen in Burgos und auf Mallorca erschüttert jetzt ein schweres Busunglück in der Nähe von Barcelona die iberische Halbinsel. Dabei sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Ein deutscher Urlauber war auch unter den Reisenden.

Ausflug in den Tod: Sechs niederländische Spanien-Urlauber sind bei einem Busunglück an der Costa Brava ums Leben gekommen. 39 weitere Insassen des Touristenbusses wurden bei dem Unfall in der Nacht zum Freitag verletzt, fünf von ihnen schwer. Wie die spanischen Behörden mitteilte, war der zweistöckige Reisebus mit 65 Urlaubern an Bord bei der Ortschaft San Pol del Mar nördlich von Barcelona von der Fahrbahn abgekommen, gegen zwei Pkw geprallt und umgestürzt.

Eine Leitplanke verhinderte, dass das Fahrzeug eine Böschung hinunterstürzte und noch mehr Insassen ums Leben kamen. Nach Angaben des niederländischen Generalkonsuls in Barcelona hatten in dem Bus - bis auf einen Deutschen und den spanischen Fahrer - nur Urlauber aus den Niederlanden gesessen. Ein Sprecher des Reiseunternehmens bestätigte diese Mitteilung. Königin Beatrix übermittelte den Angehörigen der Unfallopfer ihr Beileid. Sie sei "entsetzt über dieses schreckliche Geschehen". Auch Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende kondolierte.

Der Bus hatte die Urlauber nach einem Besuch in Barcelona in ihre Hotels nach Blanes und Lloret de Mar zurückbringen sollen. Das Unglück ereignete sich in einer engen Kurve, in der eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 Kilometern pro Stunde galt. Die Polizei untersuchte, ob der Bus möglicherweise zu schnell gefahren war. Der Fahrer hatte keinen Alkohol getrunken.

DPA/mre / DPA
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