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Die Call-Girl-Falle: Verschwörungstheorie aus dem Berlusconi-Lager

Die Call-Girl-Affäre des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi soll angeblich eine Falle politischer Gegner gewesen sein.

Die Call-Girl-Affäre des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi soll angeblich eine Falle politischer Gegner gewesen sein. Ein Magazin aus Berlusconis Medienimperium und eine Zeitung seines Bruders berichteten am Freitag, die Staatsanwaltschaft ermittle wegen des Skandals gegen dutzende Politiker und Journalisten sowie gegen Patrizia D'Addario.

Sie verbrachte nach eigener Schilderung eine Nacht mit dem Premierminister und gab danach Tonbandaufnahmen von dem Treffen an die Öffentlichkeit. Ob die Berichte über die Ermittlungen stimmen oder eine gezielt lancierte Verschwörungstheorie aus dem Berlusconi-Lager sind, ließ sich am Freitag zunächst nicht klären.

Die Staatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme ab. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete unter Berufung auf eine nicht identifizierte Justizquelle, es gebe kein derartiges Verfahren. Den Berichten im Magazin "Panorama" und der Tageszeitung "Il Giornale" zufolge wählten politische Gegner D'Addario gezielt aus, um dem Premier mit einem Sexskandal politischen Schaden zuzufügen.

APN / APN