Dubai Drei Monate Knast für Sex am Strand

Zwei Briten müssen eine romantische Liebesnacht an einem Strand von Dubai teuer bezahlen. Ein Gericht des islamisch-konservativen Golfstaates verurteile die beiden wegen ihres unzüchtigen Verhaltens zu einer Haftstrafe von drei Monaten.

Kein "Sex on the beach" in Dubai: In dem arabischen Emirat sind zwei Briten wegen Trunkenheit und außerehelichem Sex in der Öffentlichkeit zu jeweils drei Monaten Haft verurteilt worden. Die 37 Jahre alte Michelle P. und der 34-jährige Vince A. werden nach dem Absitzen ihrer Haftstrafe aus dem Emirat ausgewiesen, wie Richter Hamdi Abul Chair am Donnerstag bekanntgab.

Die beiden hatten nach Überzeugung des Gerichts in den Morgenstunden des 5. Juli nach einer durchzechten Nacht am Strand miteinander geschlafen. Die Britin arbeitete für einen Verlag in Dubai, wurde aber mittlerweile gefeuert. Ihr Partner war zu Besuch in dem Emirat, das sich zwar einen modernen Anstrich als Touristenparadies gibt, aber dennoch weiter strikte, am Islam orientierte Regeln verfolgt.

Der Anwalt der beiden kündigte Berufung gegen das Urteil an. Michelle P. hatte vor Gericht beteuert, die beiden hätten sich nur geküsst. Ihr Partner hatte den Sex zunächst zugegeben, dann aber widerrufen.

In Dubai leben rund 100.000 Briten, eine Million Briten kommen jährlich als Touristen in das Emirat am Golf. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung der Vereinigten Arabischen Emirate sind Ausländer, die Einheimischen halten aber an ihrem konservativen Lebensstil fest. Manche Ausländer in Dubai vergessen, dass sie sich in einem islamisch-konservativen Land aufhalten. Im vergangenen September waren eine Libanesin und eine Bulgarin in Dubai zu je einem Monat Haft verurteilt worden, weil sie sich am Strand heftig geküsst hatten.

AFP/DPA DPA

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