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Bedrückende Aufnahmen aus Nepal "Die Sterberate liegt bei 100 Prozent"

Trümmerhaufen, eingestürzte Tempel, Risse in den Straßen. Das Erdbeben in Nepal hat Verzweiflung und Trauer in eines der ärmsten Länder der Welt gebracht. Vor Ort ist das Ausmaß der Katastrophe nur bruchstückhaft zu erahnen. Menschen hausen In Notfallagern und schlagen die Zeit tot. Viele trauen sich nicht mehr, die provisorische Unterkunft zu verlassen. In Lalitpur fotografieren auch Einheimische die unvorstellbare Zerstörung. Die Häuser dieser Straße in der Königsstadt Patan sind vollständig zusammengefallen. Im örtlichen Krankenhaus kämpft Dr. Summen Adhikari seit Tagen um Menschenleben. O-Ton Arzt: "Wegen des Erdbebens haben wir in unserem Krankenhaus ungefähr 1000 Patienten - innerhalb der letzten drei Tage. Die Sterberate liegt bei fast 100 Prozent, wegen der schlechten Versorgungslage. Die Menschen werden hier mit Kopfverletzungen, schweren Traumata und Knochenbrüchen eingeliefert. Wir sind immernoch sehr verängstigt, auch drei bis vier Tage nach den Vorfällen. Aber die Situation verbessert sich so langsam. Lasst uns hoffen, dass die Erde nicht nochmal bebt und wir bald wieder ein normales Leben führen können." Die Regierung rechnet mit bis zu 10.000 Todesopfern. Angesichts dieser Zahl bleibt vielen Angehörigen nur noch der angstvolle Blick auf die Totenliste.
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Nach dem schweren Erdbeben ist die Lage in Nepal noch immer dramatisch. Reporterin Stefanie Glinski ist für den stern im Krisengebiet und berichtet von katastrophalen Bedingungen.

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