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Feuer auf Ferieninsel Sylt: Brandstifter sitzt in U-Haft

Der nach der Brandserie auf Sylt festgenommene Verdächtige hat die Taten gestanden. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, hat ein Haftrichter bereits am Sonntag Haftbefehl erlassen.

Der nach drei nächtlichen Feuerserien auf der norddeutschen Urlaubsinsel Sylt festgenommene mutmaßliche Brandstifter hat die Taten vor dem Haftrichter gestanden. Das teilte die Polizei in Husum am Montag mit. Der 46-Jährige habe "die komplette Serie" von Brandstiftungen zugegeben, sagte eine Sprecherin. Nach der Vernehmung am Sonntag wurde demnach ein Haftbefehl gegen den 46-Jährigen verhängt; der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Seit der Nacht zum vergangenen Montag hatte es auf Sylt bei drei Brandserien mehr als ein Dutzend Feuer gegeben. Dabei brannte es unter anderem in einem Hotel, einer Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte, einem Altenheim, einem Krankenhaus und einer Kneipe. Zudem gingen mehrere Müllcontainern und Schuppen in Flammen auf. Die meisten Feuer konnten schnell gelöscht werden. Das Hotel und die Bildungsstätte wurden durch Feuer oder Rauch jedoch schwer beschädigt.

Der Verdächtige war in der Nacht zum Samstag bei der dritten Feuerserie in der Nähe eines neuerlichen Brandorts festgenommen worden. Zusätzlich gab er nach Angaben der Polizeisprecherin zu, bereits am Mittwoch der vorvergangenen Woche ein weiteres Feuer in einem Mehrfamilienhaus auf Sylt gelegt zu haben. Auch in diesem Fall hatten die Beamten Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

AFP/DPA / DPA
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