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Wut über Jagdtrophäe: Frau erlegt riesigen Leoparden und grinst in die Kamera – Tierschützer laufen Sturm

Ein Foto, auf dem eine junge Frau einen toten Leoparden grinsend in die Kamera hält, hat weltweit für Entsetzen unter Tierschützern gesorgt. Dann meldet sich die Jägerin selbst zu Wort.

Stolz lässt sich diese Frau mit ihrer Jagdtrophäe abbilden – und erntet dafür viel Unverständnis

Stolz lässt sich diese Frau mit ihrer Jagdtrophäe abbilden – und erntet dafür viel Unverständnis

Das Foto einer jungen Frau verbreitet sich zur Zeit rasend schnell in den sozialen Netzwerken. "Find this bitch", schreiben Menschen zu dem Bild, das inzwischen auch von Topmodel Naomi Campbell geteilt wurde. Darauf zu sehen ist eine Frau, in der Bilderunterschrift "Britani L." genannt, in ihren Armen ein riesiger toter Leopard, offenbar hat sie ihn selbst erlegt. Stolz strahlt sie in die Kamera, die Jagdtrophäe eng umschlungen.

Neuntgrößter Leopard, der je geschossen wurde

Zuerst wurde das Bild Anfang des Monats vom "Safari Club International" (SCI) gepostet, eine Vereinigung von Jägerinnen und Jägern in Tucson, Arizona. In einem Blogbeitrag sprach SCI davon, dass es sich bei dem Tier um den neuntgrößten Leoparden handeln könnte, der je geschossen wurde. Anschließend verbreitete sich das Posting des Aktivisten David Bonnouvrier, der dazu aufrief, die Frau zu finden und sie an den Pranger zu stellen. 

Viele Nutzer kommentierten und ließen ihrer Wut freien Lauf: "Eine Schande, was Menschen noch immer diesen fantastischen Tieren antun" oder: "Ein wunderschönes Tier. Getötet für nichts. Für ein dummes Spiel. Eine Jagd, die sinnlos ist."

"Ich bin eine stolze Jägerin"

Inzwischen ist bekannt, wer die Jägerin ist, denn sie hat sich selbst zu den Vorwürfen geäußert. Brittany Hosmer Longoria wollte Stellung beziehen und wehrte sich gegen die Anschuldigungen mit einem Facebook-Posting, das auch von SCI geteilt wurde.

I, Brittany Longoria, am a proud hunter, name me, but you will not shame me. “The paradoxical nature of my hunting...

Gepostet von Brittany Hosmer Longoria am Mittwoch, 19. September 2018

Dort schreibt sie: "Ich, Brittany Longoria, bin eine stolze Jägerin, finde heraus, wer ich bin, aber an den Pranger stellen lasse ich mich nicht." Dann folgt ein Zitat, mit dem sie ihre Intentionen zu untermauern versucht und das Sätze beinhaltet wie: "Die Menschen, die Rosen über alles lieben, die Stunden damit verbringen, sie zu züchten, töten sie; die Menschen, die Gemüse über alles lieben, sind die, die Gemüse anbauen, töten und essen." Das Zitat schließt mit den Worten, dass die Jagd nur solchen paradox vorkäme, die unter der jahrhundertelangen Trennung von der Natur und damit der Trennung von ihrer wahren Natur litten. Trotz viel Zuspruch für ihren Erklärungsversuch ("Ich stehe dir bei! Entschuldige dich nie dafür, ein Jäger zu sein") dürfte dieser Post Tierschützer nicht zufriedenstellen.

US-Amerikanerin im Shitstorm: Jagd-Touristin erschießt seltene Giraffe - die Nutzer auf Twitter sind außer sich
she
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?