HOME

Junger Gepard geflohen: Nürnberger Tiergarten sucht erfolglos nach Raubkatze

Tierpfleger wollten einem verletzten Jungtier helfen und lösten dabei eine Panik im Gepardengehege aus. Von einer dabei geflohenen jungen Raubkatze fehlt seitdem jede Spur. Jetzt setzt der Tiergarten Nürnberg auf Fallen.

Knapp ein halbes Jahr nach dem Ausbruch eines Geparden aus dem Nürnberger Tiergarten ist erneut eine Raubkatze entkommen. Der junge Gepard sei bereits am Donnerstag aus dem Gehege geflohen. Von dem drei Monate alten Jungtier fehlte auch am Freitag noch jede Spur, wie Zoodirektor Dag Encke mitteilte. Er geht davon aus, dass sich das sechs Kilogramm schwere Tier vermutlich noch immer auf dem 65 Hektar großen Zoogelände aufhält. Die Suche sei aber bisher erfolglos gewesen. Eine Gefahr für Zoobesucher stelle das Tier aber nicht dar. "Es ist nicht gefährlicher als eine Katze", versicherte Encke.

Seinen Angaben zufolge hatte sich einer der fünf jungen Geparden aus dem Wurf von Mutter "Kelly" in einem Holunderbusch so unglücklich zwischen zwei Ästen verklemmt, dass er sich ein Vorderbein brach und nicht mehr selbst befreien konnte. Als Pfleger zur Hilfe kamen, wollte die Mutter ihr Jungtier verteidigen - und dessen Geschwister gerieten in Panik. Eines kletterte gar über den senkrechten, stromgesicherten Zaun. Als Pfleger diesen jungen Geparden ins Gehege zurückbringen wollten, flüchtete er.

Die Pfleger hätten sofort mit der Suche auf dem Tiergartengelände begonnen. Sie sei am frühen Freitagmorgen fortgesetzt worden. Zoobesucher wurden gebeten, entsprechende Beobachtungen dem Tiergartenpersonal zu melden. Der Tiergarten versuche nun, den Geparden mit Ködern in Lebendfallen zu locken. "Wir wissen nur noch nicht genau, wo wir sie aufstellen sollen", räumte Encke ein.

Erst im Januar war der Gepard "Turbo" aus seinem Gehege im Nürnberger Tiergarten ausgebrochen und hatte sich auf ein gerade vorbeigeführtes Pony gestürzt. Die Raubkatze konnte zwei Stunden nach dem Angriff wieder eingefangen werden.

DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?