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Kauf von Wetternamen: Böser "Cooper", närrischer "Dieter"

Das bitterkalte Hoch "Cooper" hat seinem Namensgeber keine gute PR gebracht. Einige badische Narren hoffen nun, dass "Dieter" netter wird. Über das Geschäft mit Wetternamen.

Von Mareike Rehberg

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, unendliche Weiten unter einer Decke weißen Pulverschnees - Hoch "Cooper" hätte uns endlich den langersehnten Traumwinter bringen können. Und wie gut hätte in diese Szenerie ein Kleinwagen gepasst, der mit offenem Verdeck über kurvige Alleen saust. Dachte sich auch die Werbeagentur Sassenbach Advertising, die die Kampagne für den "Mini Cooper Roadster" von BMW betreut, und die Wetterpatenschaft für ein Hoch und ein Tief übernahm.

Stattdessen kam alles anders. Zwar bescherte "Cooper" den Europäern ein bisschen Schnee und die eine oder andere Sonnenstunde, aber eben auch Dutzende Kältetote, eingefrorene Wasserleitungen zuhauf und einen Ansturm auf die Notunterkünfte. In sämtlichen Medien wurde die Furcht vor der "sibirischen Frostattacke" geschürt. Nicht eben die beste Werbung für ein Auto, das potentiellen Käufern Abenteuer und Spaß verspricht. Nun bleibt abzuwarten, wie sich Tief "Minnie" schlägt, das zweite Wetterpatenkind des Autos. In einigen Wochen ist es soweit.

Auf der Homepage der Werbeagentur haben sich die eisigen Auswirkungen von Hoch "Cooper" noch nicht niedergeschlagen. Dort preist Sassenbach Advertising seine Aktion immer noch als "wind- und wetterfeste Idee" an, "Cooper" wird dort als Hoch mit schönem Wetter präsentiert. Ob die Idee tatsächlich so wind- und wetterfest war, dazu will sich die Agentur nicht äußern.

Ein Tief aus dem Hause Müller Milch

Dabei ist die Werbeschmiede mit ihrem Einfall weiß Gott nicht allein. Seit 2002 können sich Interessenten beim Institut für Meteorologie der FU Berlin um Wetterpatenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete bewerben. Davon Gebrauch machten in den vergangenen Jahren nicht nur Privatpersonen, die ihrem Schatz ein unvergessliches Geschenk bereiten wollten, sondern auch immer wieder mehr oder weniger bekannte Firmen. So zog im April 2003 zum Beispiel Tief "Peppo" über den Süden Deutschlands und hinterließ in Freiburg eine fünf Zentimeter dicke Schneeschicht. Zu verdanken hatte das Tief seinen Namen einer Joghurtcreme der Molkerei Alois Müller.

Auch Zalando ("Queenie", "Gulliver"), Parship ("Yvan"), Payback ("Paul") oder die Norisbank ("Noris") sicherten sich in der Vergangenheit das Recht auf Namensvergabe. Selbst der Box-Promoter Wilfried Sauerland versuchte die Karriere seiner Schützlinge mit Wetterpatenschaften anzukurbeln. Der russische Profiboxer Nikolai Walujew, besser bekannt als "The Beast from the East" oder als Riese aus "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug", wurde 2006 ebenso verewigt wie vier Jahre später der armenische Supermittelgewichtsboxer Arthur Abraham.

Ruhm und Ehre für 199 Euro

Wer es auf eine Wetterpatenschaft abgesehen hat, muss allerdings schnell sein. Bereits Ende September beginnt der Run auf die Hochs und Tiefs des kommenden Jahres, bei beliebten Lettern wie "M" oder "S" muss das Büro "Wetterpate" unter 15 bis 20 Interessenten das Los entscheiden lassen, wie eine Mitarbeiterin berichtet. Offiziell sind Produkt- oder Firmennamen zwar nicht erlaubt, wenn es sich zugleich aber um einen standesamtlich anerkannten Vornamen handelt, haben die Werbeagenturen Glück. Zumal der Spaß recht günstig zu haben ist. Für ein Tief berappen die Paten 199 Euro, ein Hoch dagegen schlägt bereits mit 299 Euro zu Buche - kein Wunder, gibt es pro Jahr doch zwei bis drei Mal mehr Tiefdruck- als Hochdruckgebiete. Der Erlös kommt der Wetterbeobachtungsstation in Berlin-Dahlem zugute.

Zu verdanken haben die Wetterphänomene ihre Namen einer ehemaligen Studentin des Instituts. Bereits 1954 regte die spätere ZDF-Fernsehmeteorologien Karla Wege an, den Druckgebilden in Mitteleuropa Vornamen zu geben – nach US-amerikanischem Vorbild. Seit 1998 herrscht außerdem Gleichberechtigung an der Wetterfront: In geraden Jahren erhalten die Hochs männliche, und die Tiefs weibliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist es umgekehrt.

Zurzeit gelangt übrigens Hoch "Dieter" zu zweifelhaftem Ruhm. Es bläst noch mehr russische Kaltluft in unsere Breiten und lässt so gar keinen Frohsinn aufkommen. Vermutlich sehr zum Leidwesen seines Namensgebers, eines Narren der Karnevalsgesellschaft Narhalla aus dem schönen baden-württembergischen Philippsburg.

Themen in diesem Artikel
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Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?