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Lotto-Fieber: Deutschland sucht den Jackpot-Knacker

Ist er oder ist er nicht geknackt? Bis Montagvormittag muss sich Lotto-Deutschland gedulden, ob ein Tipper die 35 Millionen Euro eingesackt hat oder ob es am Mittwoch zur finalen Super-Ziehung kommt. Doch diesmal stehen die Chancen gut, dass es sogar eine ganze Reihe Sechser gibt.

Ob der mit 35 Millionen Euro gefüllte Lotto-Jackpot am Samstagabend tatsächlich geknackt worden ist, weiß man erst am Montagmorgen. Doch die Chancen stehen ganz gut, denn die gezogenen Lottozahlen 7, 9, 11, 14, 17, 31 sind alle im Bereich der Geburtstagszahlen - und diese werden laut Statistik häufiger als andere angekreuzt, wie Lotto-Sprecher Klaus Sattler am Sonntag in Stuttgart sagte. Es sei durchaus möglich, dass es mit diesen Zahlen eine ganze Reihe Sechser gegeben habe.

Ob ein Gewinner auch einen Lottoschein mit der richtigen Superzahl 2 erwischt hat, wird sich zeigen. Sollte der Jackpot erneut nicht geknackt worden sein, könnte sich die Summe am kommenden Mittwoch auf rund 40 Millionen Euro erhöhen, schätzte der Lotto-Sprecher. Dann dürfte aber erstmal Schluss mit dem Lotto-Fieber sein: Wenn niemand den Sechser mit Superzahl tippt, muss der Jackpot am Mittwoch auf die nächst tiefere Gewinnklasse verteilt werden, also auf die "einfachen" sechs Richtigen. Dies ist aber bislang noch nie passiert.

Rund 20 Millionen Lottoscheine wurden für die Samstagsziehung abgegeben. Die 24.000 Annahmestellen kassierten bei dem großen Ansturm etwa 125 Millionen Euro Spieleinsatz. Dies ist kein neuer Rekord, denn 1994 hatte es den bislang größten Umsatz mit umgerechnet 176,6 Millionen Euro gegeben.

Lotto-Spezialist Sattler wollte auch nicht ausschließen, dass trotz der günstigen Zahlen auch diesmal der Jackpot nicht geknackt werden konnte. "Denn die Gewinnzahlen ergeben in der Quersumme 89 - das ist ein ungewöhnlich tiefer Wert. Zuletzt lag die Quersumme am 27. Juni 2007 mit 76 niedriger. "Aber es gibt keine Erfolgsformel im Lotto", betont er. Immerhin habe dieses Glücksspiel in Deutschland in seiner 60-jährigen Geschichte bereits etliche Millionäre produziert. Schon zu DM-Zeiten habe es etwa 4100 Millionengewinner gegeben; seit 2002 seien noch 600 Euro-Lottomillionäre dazugekommen.

Der bislang größte Jackpot in der deutschen Lottogeschichte hatte im Dezember 2007 bei 45,3 Millionen Euro gelegen. Die 35 Millionen Euro vom Samstag sind nach 37,7 Millionen Euro im Jahr 2007 der drittgrößte Topf (Pot). Der englische Begriff Jackpot steht für den für einen Hauptgewinn gesammelten Einsatz bei Glücksspielen.

Sollte am Samstagabend Fortuna tatsächlich das Füllhorn über einen oder mehrere "Jackpot-Knacker" ausgeschüttet haben, rät Sattler: Ruhe bewahren und niemandem etwas sagen - "auch wenn es schwer fällt". Am Montag solle man dann mit seiner Lottogesellschaft Kontakt aufnehmen.

DPA / DPA