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Männerschwangerschaft: Mann bringt ein Mädchen zur Welt

Der transsexuelle Amerikaner Thomas Beatie, der als "schwangerer Mann" weltweit Schlagzeilen machte, hat ein Kind zur Welt gebracht. Das berichtete der US-Sender ABC News am Donnerstag. Der Mann lebe mit seiner Ehefrau Nancy zusammen. "Wie eine ganz normale Familie."

Ein transsexueller Amerikaner, der als "schwangerer Mann" weltweit Schlagzeilen machte, hat ein Kind zur Welt gebracht. Wie der US-Sender ABC News am Donnerstag berichtete, fand die ungewöhnliche Geburt in einem Krankenhaus in Bend im US-Staat Oregon statt. Das kleine Mädchen sei "sehr süß, wirklich hübsch", zitierte der Sender eine nicht genannte Quelle. Dem Informanten zufolge wurde das Kind auf natürliche Weise geboren. In anderen US- Medienberichten war von einem Kaiserschnitt die Rede.

Vater war mal eine Frau

Der 34-jährige Vater, Thomas Beatie, war als Frau zur Welt gekommen, hatte sich aber vor zehn Jahren einer teilweisen Geschlechtsumwandlung unterzogen. Er lebt rechtlich als Mann mit seiner Ehefrau Nancy zusammen. Das Paar hatte sich zur "männlichen Schwangerschaft" durch künstliche Befruchtung entschlossen, weil Nancy nach einer Totaloperation nicht schwanger werden konnte. Beatie hatte sich vor mehreren Jahren die Brüste entfernen lassen und eine Therapie mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron begonnen. Allerdings ließ sich die ehemalige Frau seinerzeit weder Eierstöcke noch Gebärmutter entfernen.

"Eine ganz normale Familie

Während der Schwangerschaft sagte er dem Schwulenmagazin "The Advocate": "Ich werde der Vater meiner Tochter sein, Nancy die Mutter. Eine ganz normale Familie". Er bekräftigte auch, dass er sich in den anderen Umständen wohl fühle. "Mal davon abgesehen, dass in mir ein Leben heran wächst, geht es mir gut und ich bin überzeugt, ein Mann zu sein".

Beatie räumte ein, dass er und seine Frau viel Kritik erfuhren und auch Ärzte sich geweigert hatten, ihn zu behandeln. "Ein eigenes Kind zu haben, ist weder ein männlicher noch ein weiblicher Wunsch - es ist ein menschlicher Wunsch", verteidigte sich Beatie.

dpa

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