Medienberichte US-Einheiten entern erneut Öltanker in der Karibik

Die Bild einer Nachsichtkamera zeigt, wie US-Spezialkräfte vor wenigen Tagen den Öltanker "Sophia" in der Karibik entern
Die Bild einer Nachsichtkamera zeigt, wie US-Spezialkräfte vor wenigen Tagen den Öltanker "Sophia" in der Karibik entern
© SWNS / Action Press
Seit Wochen gehen US-Einheiten offensiv gegen Öltanker in der Karibik vor. Nun haben sie erneut ein Schiff ins Visier genommen, berichten US-Medien.

US-Einheiten haben Medienberichten zufolge erneut einen Öltanker in der Karibik geentert. Streitkräfte seien an Bord des Schiffes gegangen, berichteten das "Wall Street Journal" und der US-Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. 

Wie das "Wall Street Journal" weiter schrieb, waren Kräfte der US-Küstenwache bei der Operation am frühen Freitagmorgen involviert. Das Schiff sei zuvor unter einem anderen Namen bekannt gewesen und von den USA wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert worden, hieß es weiter. ABC News zufolge hatte der Frachter nicht näher spezifizierte Verbindungen zu Venezuela. Ein vom United States Southern Command veröffentlichtes Video zeigt den Einsatz:

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Mehrere Öltanker unter Kontrolle gebracht

In den vergangenen Wochen haben US-Streitkräfte mehrere Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Erst diese Woche hatten sie ein unter russischer Flagge fahrendes Frachtschiff im Nordatlantik und einen weiteren Öltanker in der Karibik beschlagnahmt. Bei beiden Einsätzen berief sich das US-Militär auf den Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine "vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela" zu verhängen. Er begründete dies damit, dass das südamerikanische Land Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen habe – diese müssten zurückgegeben werden.

DPA
tis

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