Medienbericht Öltanker verschwinden aus Venezuela – trotz Blockade

Mittels "Spoofing" aus dem Staub gemacht: Ein Öltanker vor der Küste Venezuelas
Mittels "Spoofing" aus dem Staub gemacht: Ein Öltanker vor der Küste Venezuelas
© Tian Rui / Imago Images
Seit Dezember blockieren die USA Venezuelas Öl-Exporte auf dem Seeweg. Dennoch sollen in den vergangenen Tagen sanktionierte Tanker verschwunden sein.
 

Mindestens 16 unter US-Sanktionen stehende Öltanker sind nach einem "New York Times"-Bericht aus venezolanischen Häfen verschwunden. Laut der US-Zeitung gibt es Hinweise darauf, dass die Schiffe versucht haben könnten, eine von den USA verhängte Seeblockade gegen Venezuelas Öl-Exporte zu umgehen. 15 der Tanker stehen unter anderem wegen früherer Transporte von iranischem oder russischem Öl unter Sanktionen.

Nach Auswertung von Satellitenbildern durch die Zeitung lagen die Tanker wochenlang in venezolanischen Häfen, seit Samstag sind sie jedoch nicht mehr an ihren Liegeplätzen. 

Vier der Tanker seien auf offener See verfolgt worden. Sie hätten falsche Schiffsnamen benutzt und ihre Positionsdaten manipuliert, eine Täuschungsmethode, die als "Spoofing" (auf Deutsch etwa Manipulation, Verschleierung) bekannt ist. Zwölf weitere Tanker hätten ihre Ortungssysteme abgeschaltet und seien derzeit nicht auffindbar.

Venezuela: Tanker verschwanden nach Maduros Festnahme

Das Verschwinden der Tanker falle in die Zeit nach der Festsetzung von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen, heißt es in dem Bericht. Die USA hatten zuvor Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro außer Landes gebracht.

US-Präsident Donald Trump hatte seit Mitte Dezember eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker angeordnet, ausgenommen ist Öl des US-Konzerns Chevron, das weiter in die USA geliefert werden darf.

DPA
tis

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